Diesel Betankungsboxen
Wir beantworten vorab wichtige Fragen:
Dieseltanks
Grundsätzlich ist die Aufstellung eines mobilen Dieseltanks in einem Wasserschutzgebiet möglich, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind und die geltenden Vorschriften eingehalten werden. Dazu gehören insbesondere doppelwandige Tanks mit Leckageüberwachung, eine regelmäßige Wartung und die Einhaltung der wasserrechtlichen Bestimmungen.
Ein Dieseltank kann auch im Winter genutzt werden. Der Einsatz von geeignetem Winterdiesel ist hier empfehlenswert, da sich normaler Diesel im Tank, ab einer gewissen Temperatur, verfestigen kann. Je nach Temperatur kann es ebenfalls nötig sein, den Tank sowie die Leitung zu beheizen. Hierfür gibt es spezielle Tankheizungen.
Mobile Tankanlagen unterliegen bei der Betankung den Vorschriften des ADR. Insbesondere gelten die Regelungen der Freistellung 1.1.3.1 c ADR, wenn die Anlage für den direkten Verbrauch auf Baustellen oder ähnlichen Einsatzorten bestimmt ist. Wichtige Punkte sind die Einhaltung der maximalen Transportmengen, die Beschaffenheit des Behälters, die Kennzeichnung und die Ausrüstung mit Feuerlöschern.
Tankanlagen aus Kunststoff bieten gegenüber Stahl- oder Metalltanks mehrere Vorteile, darunter ihr geringeres Gewicht sowie eine einfache Installation. Kunststofftanks sind zudem leichter, was den Transport und die Handhabung erleichtert. Ihre Korrosionsbeständigkeit macht sie ideal für die Lagerung von Wasser, Chemikalien und anderen Flüssigkeiten, da sie nicht rosten oder von Säuren angegriffen werden. Außerdem sind sie oft günstiger in der Anschaffung und können eine gute Isolierung bieten.
Ja, für den Betrieb einer mobilen Tankanlage können Genehmigungen und bestimmte Vorschriften erforderlich sein, insbesondere wenn es um Gefahrguttransporte geht. Die genauen Anforderungen hängen von der Art des Kraftstoffs, der Menge und der Nutzung ab. Rechtsgrundlagen finden sich im Wasserrecht, in Bau- und Betriebsvorschriften und im Gefahrstoff- und Brandschutzrecht wieder.
Hier gibt es zwischen privaten und gewerblichen Transport Unterschiede. Bei einem nicht gewerblichen Transport dürfen bis zu 60 Liter Diesel transportiert werden. Bei gewerblichem Transport dürfen über 60 Liter Diesel transportiert werden, jedoch müssen hierbei die ADR- sowie Kennzeichnungspflichten beachtet werden.
Mobile Tankanlagen erfordern eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen, um Unfälle und Umweltschäden zu vermeiden. Dazu gehören die korrekte Kennzeichnung und Bezettelung, die Mitnahme eines Feuerlöschers, die Sicherstellung der Dichtheit des Behälters und die regelmäßige Überprüfung der Anlage. Außerdem müssen die Anlagen standsicher sein und vor mechanischen, thermischen und chemischen Einflüssen geschützt werden.
Die Handwerkerregelung ist eine Ausnahmeregelung für Handwerker und andere Berufsgruppen, die es erlaubt, kleinere Tanks zu transportieren und aufzustellen. Sie befreit diese von den strengen Vorschriften für Gefahrguttransporte oder der Pflicht zur Nutzung eines Kontrollgeräts (Tachographenpflicht) unter bestimmten Voraussetzungen.
Eine mobile Tankstelle muss regelmäßig geprüft werden, dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Intervalle hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. dem Gefahrgutrecht, dem Wasserhaushaltsgesetz und der Art der Tankanlage (Behälter, IBC oder andere). Je nach Material und Vorschrift muss alle 5 Jahre durch einen Sachkundigen eine Hauptprüfung erfolgen.
Ja, der Transport von 1000 Litern Diesel ist unter bestimmten Bedingungen erlaubt, ohne dass ein Gefahrgutfahrerschein erforderlich ist. Es ist jedoch wichtig, die geltenden Vorschriften zu beachten.
Wird eine mobile Tankanlage nicht regelmäßig geprüft, kann das diverse Folgen haben wie: Bußgeld, Verunreinigung von Boden und Gewässer (Grundwasserschäden) sowie Brand-/Explosionsgefahr wenn Armaturen, Schläuche etc. nicht geprüft werden.
Für stationäre Dieseltankstellen ist eine Abfüllfläche Pflicht. Diese muss dicht sein, so dass keine Flüssigkeit ins Erdreich fließen kann und so groß, dass eventuelle Tropfverluste aufgefangen werden können. Bei mobilen, doppelwandigen Dieseltankstellen ist in der Regel keine Abfüllfläche notwendig.
Ein Ölabscheider ist notwendig, wenn Dieselrückstände über eine Entwässerung in die Kanalisation gelangen können. Teilweise schreiben auch Behörde einen Ölabscheider vor, z. B. in einem Wasserschutzgebiet. Der Ölabscheider ersetzt nie die Abfüllfläche, sondern ergänzt sie nur, wenn Wasser abgeleitet werden muss.
In der Regel ist ein Dieseltank mit einer Überfüllsicherung, Inhaltsanzeige, Leckageanzeige, Auffangvorrichtung (doppelwandig), Entlüftungsarmatur gegen Dämpfe sowie mit einem sicheren Entnahmesystem ausgestattet.
Es gibt feste Betriebstankstellen (Zapfsäulen), welche in der Regel auf dem Hof oder Betriebsgelände stehen oder an einer Wand / dem Tank selbst befestigt werden. Ebenfalls gibt es mobile Tankanlagen (z.B. für die Landwirtschaft, auf Baustellen), welche an der Batterie von Fahrzeugen oder Aggregaten angeschlossen werden. Elektrische Pumpen für Diesel gibt es mit 12V, 24V, 230V und 400V Spannung – auch sind natürlich manuelle Pumpen (Handpumpen) für Diesel erhältlich.
Doppelwandige Dieseltanks bieten den Vorteil, dass keine zusätzliche Auffangwanne erforderlich ist. Die zweite Tankwand wirkt wie eine integrierte Auffangwanne, dadurch gewinnt man ebenfalls an Platz und Flexibilität. Durch die eingebaute Leckageüberwachung im Zwischenraum werden Undichtigkeiten schneller erkannt, das erhöht die Betriebssicherheit und erleichtert Prüfungen.
Wasser setzt sich am Tankboden ab, da es schwerer ist als Diesel. Das kann wiederum im Tank zu Rostschäden führen, die auch Filter und Leitungen verstopfen und/oder der Pumpe schaden kann. Wasser im Diesel kann grundsätzlich folgende Probleme verursachen: Korrosion, Dieselpest, schlechter Verbrennung und Startprobleme im Winter.
Wasser ist schwerer als Diesel und setzt sich unten im Tank ab. Einige Tanks haben Sichtöffnungen, an der die Wasserlinie erkennbar ist. Auch an Trübungen oder Partikeln im Tank ist erkennbar, dass zu viel Wasser vorhanden ist. Es gibt auch die Möglichkeit mit Test-Kits den Wassergehalt zu überprüfen. Anzeichen von zu viel Wasser im Tank sind beispielsweise Startprobleme der Pumpe, Rost oder Korrosion an Metallteilen oder die Trübung des Diesels.
In Deutschland ist der Einsatz von Heizöl in Stromerzeugern rechtlich nicht erlaubt. Rein technisch gesehen ist ein Betrieb mit Heizöl in der Regel möglich. In Ausnahmefällen mit Genehmigung entsprechender Behörde kann kurzfristig Heizöl verwendet werden. Bitte beachten Sie hierbei, dass Heizöl meistens einen höheren Schwefelgehalt aufweist und es dadurch zu erhöhtem Verschleiß oder Störungen kommen kann.
Je nach Fuhrparkgröße sind unterschiedliche Größen der Tanks erforderlich. Die Größe der Tanks hängt damit zusammen, was für Fahrzeuge betankt werden (PKW, LKW, Baufahrzeuge). Der Bedarf kann anhand der Betankungshäufigkeit sowie dem Verbrauch der Fahrzeuge berechnet werden. Die Faustregel besagt, dass ein Tank 1 – 2 Wochen Dieselbedarf des gesamten Fuhrparks abdecken sollte. Wichtig ist, dass eine gewisse Reserve mit einkalkuliert wird, um Lieferengpässe zu überbrücken.
Tankreinigung
Ein Heizöltank sollte aus folgenden Gründen regelmäßig gereinigt werden: Ablagerungen und Sedimente, Schlamm- und Wasserbildung, Korrosionsschutz, Betriebssicherheit, gesetzliche Vorschriften - In vielen Ländern und Regionen gibt es Vorschriften, die regelmäßige Inspektionen und Reinigungen von Heizöltanks vorschreiben, insbesondere bei größeren Anlagen oder Tanks im Innenbereich.
Wie oft ein Tank gereinigt werden muss, hängt stark von dem Medium ab, dass Sie in dem Tank lagern sowie vom Material des Tanks. Metalltanks sollten alle 3 – 5 Jahre, Kunststofftanks alle 5 – 10 Jahre gereinigt werden. Falls der Tank mit Wasser, Schlamm o.ä. befallen ist, sollte eine sofortige Reinigung stattfinden.
Kunststofftanks haben kein Korrosionsrisiko, daher entsteht hier auch kein Rost. Allerdings können Kunststofftanks enthaltene Weichmacher abgeben oder sich bei Alterung verfärben. Die Reinigung konzentriert sich hauptsächlich auf Ölschlamm, Sedimente und Kondenswasser am Boden. Stahltanks haben eine Korrosionsgefahr durch Kondenswasser und Schlamm. Bei der Reinigung muss nicht nur der Schlamm entfernt werden, es muss auch die Tankwand auf Roststellen geprüft werden.
Die hier genannten Werte sind nur geschätzte Werte. Eine Reinigung kann von Tank zu Tank unterschiedlich lange dauern. Heizöltank aus Kunststoff 1.000 – 5.000 Liter ca. 2 – 4 Stunden, Heizöltank aus Stahl 5.000 – 10.000 Liter ca. 4 – 6 Stunden, Dieseltank bis 5.000 Liter ca. 3 – 5 Stunden, Dieseltank bis 50.000 Liter ca. 1 Arbeitstag.
Grundsätzlich muss man nicht warten, bis der Tank leer ist. Bei einer professionellen Tankreinigung wir das Heizöl, dass sich noch im Tank befindet abgepumpt, gefiltert und nach der Reinigung wieder zurück in den Tank gefördert. Allerdings hat es folgende Vorteile, wenn der Tank fast leer ist: Weniger Öl muss umgepumpt und zwischengelagert werden, der Tankboden ist besser zugänglich zum Reinigen.
Eine Tankreinigung im Winter ist grundsätzlich möglich. Es sollte dabei auf Frost, Gelieren und Sicherheit (Gefahr durch Glätte, Schnee) geachtet werden. Natürlich müssen in dem Zusammenhang auch die Reinigungsgeräte wintertauglich sein.
Tankentsorgung
Die Kosten zur Entsorgung des Öltanks können stark variieren. Hier kommt es auf Größe, Bauart und Standort an. Bei Kunststofftanks bis 1.000 Liter können Sie mit Kosten in Höhe von 350 – 950 Euro rechnen, bei 1.000 Liter Stahltanks in der Regel mit 450 – 1.500 Euro. Die genauen Kosten sollten am besten direkt bei einer Entsorgungsfirma angefragt werden.
Sie können das Öl aus dem Tank reinigen und wiederaufbereiten zu z.B. Heizöl oder Diesel. Sollten Sie das Öl komplett entsorgen wollen, benötigen Sie eine Fachfirma die die Entsorgung für Sie vornimmt.
Nein, Sie dürfen Ihren Öltank nicht einfach selbst entsorgen. Die Tanks sowie die darin enthaltene Restflüssigkeit gelten als gefährlicher Abfall. Eine Entsorgung unterliegt immer dem Wasserhaushaltsschutzgesetz (WHG), §62 WHG schreibt eine Entsorgung eines zugelassenen Fachbetriebes vor.
Störungen & Wartung
1. Ruhe bewahren und Sicherheitsmaßnahmen (z.B. Räume lüften, Zündquellen entfernen, Zufuhr stoppen) einleiten 2. Austritt bestmöglich eindämmen bzw. auffangen 3. Heizung ausschalten
1. Feuerwehr alarmieren, wenn größere Mengen ausgelaufen sind oder Brand-/ Explosionsgefahr besteht 2. Untere Wasserbehörde/ Umweltamt -> gesetzlich vorgeschrieben, da Heizöl ein wassergefährdender Stoff ist 3. Fachbetrieb nach WHG – zur Schadensbegrenzung und Reinigung 4. Versicherung den Schaden melden
Wenn der Tank starke Korrosionsschäden aufweist, sollte dieser nicht weiter betrieben werden (kein Befüllen oder Betanken). An dieser Stelle sollte ein Fachbetrieb kontaktiert werden, der die Schäden begutachtet, notiert und ein weiteres Vorgehen mit Ihnen durchspricht. Je nach Schaden, müssen ebenfalls die Behörden informiert werden – besonders in Wasserschutzgebieten.