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Zahnradpumpen

ZAHNRADPUMPEN

Ein- und Mehrkreispumpen als Zahnrad- und Flügelzellenpumpen-Aggregate

Die angebotenen Zahnradpumpen sind für den kontinuierlichen Betrieb von Einleitungsanlagen, Umlauf- und hydrostatischen Schmieranlagen geeignet. Verfügbar sind Aggregate mit 1 bis 20 Förderkreisen. Mehrkreis-Zahnradpumpen gewähren gleichmäßigen Förderstrom mit unterschiedlichen Widerständen der einzelnen Verbraucher und Zuleitungen. Der Antrieb erfolgt durch einen Drehstrommotor, ausgelegt für eine Netzspannung von 230 / 400 V.


Zahnradpumpen – präzise, zuverlässig und robust für industrielle Anwendungen

Zahnradpumpen gehören zu den wichtigsten Pumpenarten in der Industrie – und das aus gutem Grund. Sie fördern Flüssigkeiten gleichmäßig, arbeiten wartungsarm und sind ideal, wenn es auf konstante Drücke und definierte Volumenströme ankommt.

Bei Sinntec finden Sie Zahnradpumpen für Hydraulik, Schmierung und Dosiertechnik – in verschiedenen Bauformen, Materialien und Förderbereichen. Ob für Öl, Fett, Chemikalien oder viskose Medien: Die Modelle in unserem Shop überzeugen durch präzise Dosierung, lange Lebensdauer und kompakte Bauweise.

Alle Pumpen sind für den industriellen Dauerbetrieb ausgelegt und können einfach in bestehende Anlagen integriert oder nachgerüstet werden.

Aufbau und die zwei Haupttypen

Im Grunde besteht eine Zahnradpumpe aus wenigen, aber robusten Komponenten:

  • Das Gehäuse: Es umschließt die Zahnräder und hat einen Sauganschluss (Eingang) und einen Druckanschluss (Ausgang).
  • Die Zahnräder: Das Herzstück jeder Pumpe. Je nach Bauart sind es zwei ineinandergreifende Zahnräder.
  • Die Antriebswelle und die Dichtungen: Sie verbindet das Antriebszahnrad mit dem Motor (meist ein Elektromotor) und setzt die Räder in Bewegung.

Man unterscheidet hauptsächlich zwei Bauformen, die nach einem ähnlichen Prinzip arbeiten, aber unterschiedliche Einsatzschwerpunkte haben:

1. Außenzahnradpumpen

Aufbau: Zwei gleich große Zahnräder sind in einem Gehäuse nebeneinander gelagert und greifen ineinander. Eines wird direkt vom Motor angetrieben (Antriebsrad), das andere läuft synchron mit (Mitläufer).

  • Vorteile: Besonders einfach, robust und kostengünstig. Kann hohe Drücke (oft bis zu 250 oder 300 bar) erzeugen.
  • Anwendung: Typischerweise als Hydraulikpumpe in Baumaschinen, Traktoren, Gabelstaplern und Werkzeugmaschinen.

2. Innenzahnradpumpen

Aufbau: Ein kleineres inneres Zahnrad (Rotor) läuft exzentrisch (nicht mittig) innerhalb eines größeren, innenverzahnten Zahnrings (Stator oder Hohlrad). Ein sichelförmiges Element („Sichel“) trennt die Saug- und Druckseite.

  • Vorteile: Extrem ruhiger Lauf und geringe Pulsation des Förderstroms. Ideal für dickflüssigere (hochviskose) Medien.
  • Anwendung: Häufig in der Dosiertechnik, für Ölpumpen in Motoren oder für das Fördern von Schmierölen, Klebstoffen, Harzen oder Schokolade.

So funktioniert das Verdrängerprinzip bei einer Zahnradpumpe

Das Funktionsprinzip ist einleuchtend und beruht auf der Vergrößerung und Verkleinerung von Volumen in den Zahnzwischenräumen:

  1. Ansaugen (Saugseite des Gehäuses): Die Zahnräder drehen sich entgegengesetzt voneinander weg. An der Saugseite, dort wo die Zähne gerade aus dem Eingriff kommen, entstehen leere Hohlräume in den Zahnflanken. Da sich diese Hohlräume vergrößern, entsteht ein Unterdruck. Die Flüssigkeit aus dem Zulauf wird durch den atmosphärischen Druck in diese Hohlräume gedrückt – die Pumpe saugt die Flüssigkeit an.
  2. Transport (an der Gehäusewand): Die nun mit Flüssigkeit gefüllten Hohlräume zwischen den Zähnen und der Gehäusewand bewegen sich durch die Rotation zum Druckanschluss. Die Gehäusewand dichtet die Flüssigkeit von der Saug- zur Druckseite ab. Es gibt keine direkte Verbindung zwischen Ein- und Ausgang, was wichtig ist, um den Druck aufzubauen.
  3. Ausdrücken (Druckseite des Gehäuses): Am Druckanschluss geraten die Zähne wieder in den Eingriff. Die Zahnräder drehen sich hier aufeinander zu. Durch das Ineinandergreifen der Zähne wird das Volumen in den Zahnflanken zwangsweise verkleinert. Die eingeschlossene Flüssigkeit hat keinen anderen Weg, als aus den Hohlräumen heraus in den Druckanschluss gedrängt zu werden.

Wichtige Kennzahlen von Zahnradpumpen

  • Volumenstrom: Die geförderte Menge an Flüssigkeit pro Zeiteinheit (z. B. Liter pro Minute). Er ist fast direkt proportional zur Drehzahl der Zahnräder.
  • Druck: Der Druck, den die Pumpe aufbaut, hängt von der Last ab, die der Flüssigkeit im System entgegensteht. Je höher der Widerstand (enge Leitung, schwerer Zylinder), desto höher der Druck.

Da bei jeder Umdrehung ein definiertes Volumen gefördert wird, sind Zahnradpumpen besonders gut für Dosieranwendungen geeignet, bei denen eine exakte Menge Flüssigkeit transportiert werden muss.

Anwendungsbereiche einer Zahnradpumpe

  • Hydraulik und Antriebstechnik: Klassisches Einsatzgebiet für Außenzahnradpumpen, da hier hohe Drücke und eine robuste Bauweise gefragt sind.
  • Baumaschinen & Landwirtschaft: Als Haupt-Druckgeber für die Steuerung von Baggern, Kranen, Traktoren und hydraulischen Pressen.
  • Fahrzeugtechnik: In Servolenkungen oder als Pumpen für hydrostatische Antriebe.
  • Industrieanlagen: Oft Innenzahnradpumpen oder spezialisierte Außenzahnradpumpen, bei denen es auf Präzision und gleichmäßigen Fluss ankommt.
  • Dosieranlagen: Zum exakten Beimischen von Farbstoffen, Additiven oder Katalysatoren in chemischen Prozessen oder in der Kunststoffindustrie.
  • Lebensmittelindustrie: Zum Fördern von hochviskosen Medien wie Schokolade, Sirup, Melasse oder Fetten, häufig in Edelstahlausführung.
  • Chemie- und Pharmaindustrie: Für den Transport aggressiver oder hochwertiger Medien, bei denen geringe Pulsation wichtig ist.
  • Öl- und Schmiertechnik: Als Ölpumpe in Verbrennungsmotoren zur Gewährleistung der Schmierung oder in größeren Industrieanlagen.

Vorteile im Überblick

  • Konstanter Volumenstrom: Die Fördermenge ist sehr präzise steuerbar, da sie direkt von der Drehzahl abhängt – ideal zum Dosieren.
  • Hohe Drücke: Besonders Außenzahnradpumpen können leicht Drücke von über 200 bar erzeugen.
  • Robuste Bauweise: Einfach aufgebaut, langlebig und wartungsarm.
  • Selbstansaugend: Sie können Luft aus der Saugleitung verdrängen und Flüssigkeiten auch aus tiefer gelegenen Behältern ansaugen.

Einschränkungen bei Zahnradpumpen

Obwohl Zahnradpumpen wahre Alleskönner sind, haben sie ihre Grenzen. Sie sind empfindlich gegenüber abrasiven Feststoffen (Schmutz, Sand). Diese Partikel können die feinen Spalte zwischen Zahnrädern und Gehäuse beschädigen, was schnell zu einem Leistungsverlust führt. Ebenso sind sie für nicht schmierende Flüssigkeiten weniger geeignet, da die Schmierung der Gleitstellen meist über die Förderflüssigkeit selbst erfolgt.

Sinntec – Ihr Partner für Zahnradpumpen in Industriequalität

Unsere Zahnradpumpen stammen von bewährten Herstellern und sind für den zuverlässigen Einsatz in Hydraulik-, Schmier- und Dosiersystemen entwickelt. Dank klarer technischer Daten, hochwertiger Materialien und schneller Verfügbarkeit erhalten Sie bei uns Pumpen, die im täglichen Einsatz überzeugen.

Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl benötigen, steht Ihnen unser technisches Team mit Erfahrung aus der Praxis zur Verfügung – telefonisch, per E-Mail oder über das Kontaktformular. Wir beraten Sie gerne zu passenden Baugrößen, Fördermengen und Antriebslösungen.

  • Zahnradpumpen für Hydraulik, Schmierung & Dosierung
  • Robuste Industriequalität & geprüfte Materialien
  • Technische Beratung & schnelle Lieferung ab Lager

Finden Sie jetzt die passende Zahnradpumpe für Ihre Anwendung und bestellen Sie direkt online – zuverlässig, präzise und einsatzbereit für Ihre Anlagen.


Fragen & Antworten

Eine Zahnradpumpe ist eine Verdrängerpumpe, die Flüssigkeiten mithilfe von ineinandergreifenden Zahnrädern fördert. Ihre Hauptfunktion besteht darin, einen kontinuierlichen und gleichmäßigen Volumenstrom zu erzeugen und in hydraulischen Systemen Druck aufzubauen. Sie saugt die Flüssigkeit an der einen Seite an, transportiert sie in den Zahnzwischenräumen am Gehäuse entlang und presst sie an der Druckseite wieder aus. Sie ist besonders geeignet für Schmierstoffe und viskose Medien.

Das Prinzip basiert auf der Volumenveränderung. An der Saugseite treten die Zahnräder aus dem Eingriff, wodurch sich die Zahnzwischenräume vergrößern und ein Unterdruck entsteht, der die Flüssigkeit ansaugt. An der Druckseite greifen die Zähne wieder ineinander, verkleinern die Hohlräume zwangsweise und verdrängen die eingeschlossene Flüssigkeit so in die Druckleitung. Dieses Prinzip gewährleistet einen sehr präzisen Förderstrom.

Außenzahnradpumpen nutzen zwei gleich große, ineinandergreifende Zahnräder. Sie sind robust, einfach und können sehr hohe Drücke erzeugen (typisch in der Mobilhydraulik). Innenzahnradpumpen verwenden ein kleineres Zahnrad, das in einem größeren innenverzahnten Ring läuft. Sie sind leiser, bieten eine geringere Pulsation und eignen sich besser für hochviskose Flüssigkeiten.

Zahnradpumpen sind ideal für schmierende Flüssigkeiten mit niedriger bis hoher Viskosität. Dazu gehören Hydrauliköle, Schmieröle, Kraftstoffe, Harze, Polymere, aber auch Lebensmittel wie Schokolade und Sirup. Die Flüssigkeiten dürfen jedoch keine abrasiven (schleifenden) Feststoffe enthalten, da diese die feinen Spalte zwischen Zahnrädern und Gehäuse beschädigen würden.

Die Pumpe ist eine Verdrängerpumpe, was bedeutet, dass pro Umdrehung ein exaktes, definiertes Volumen gefördert wird. Der Volumenstrom ist nahezu proportional zur Drehzahl. Durch die präzise Steuerung der Drehzahl kann eine äußerst genaue Menge an Flüssigkeit, wie z. B. Klebstoff oder Additive, dosiert werden. Dies macht sie in der chemischen und pharmazeutischen Industrie unentbehrlich.

Je nach Bauart und Ausführung können Zahnradpumpen mittlere bis sehr hohe Drücke erzeugen. Gängige Außenzahnradpumpen in der Hydraulik arbeiten oft im Bereich von 200 bis 300 bar. Dosierpumpen in der Industrie arbeiten in der Regel mit niedrigeren Drücken. Die Höhe des Drucks stellt sich immer durch den Widerstand (die Last) im System ein, gegen den die Flüssigkeit gepresst wird.

Ja, Zahnradpumpen sind in der Regel selbstansaugend. Durch die Vergrößerung der Hohlräume an der Saugseite erzeugen sie einen Unterdruck, der ausreicht, um die Flüssigkeit aus einem tiefer gelegenen Behälter oder gegen einen leichten Unterdruck anzusaugen. Diese Eigenschaft macht sie flexibel in der Aufstellung und Inbetriebnahme.

Pulsation bezeichnet die Schwankung im Förderstrom oder Druck über die Zeit. Zahnradpumpen erzeugen konstruktionsbedingt eine relativ geringe Pulsation, da die Flüssigkeit nahezu kontinuierlich aus den Zahnzwischenräumen gepresst wird. Innenzahnradpumpen bieten durch ihren ruhigeren Zahneingriff eine noch geringere Pulsation als Außenzahnradpumpen, was für sensible Prozesse in der Dosiertechnik wichtig ist.

Außenzahnradpumpen sind aufgrund ihrer robusten Bauweise und hohen Druckfähigkeit die erste Wahl in der mobilen Anwendung sowie in der Industriehydraulik. Sie dienen als Druckgeber in Baumaschinen (Bagger, Radlader), landwirtschaftlichen Fahrzeugen (Traktoren), Gabelstaplern und in Werkzeugmaschinen. Sie treiben die hydraulischen Zylinder und Motoren an.

Innenzahnradpumpen werden aufgrund ihres leisen Laufs und ihrer Eignung für hochviskose Flüssigkeiten eingesetzt. Typische Anwendungen sind: Schmierölversorgungen in Motoren und Turbinen, Dosierpumpen für Klebstoffe, Harze und Polymere in der Kunststofftechnik sowie in der Lebensmittelindustrie zum schonenden Fördern von dickflüssigen Medien.

Der Hauptnachteil liegt in ihrer Empfindlichkeit gegenüber Feststoffen. Fremdpartikel können die engen Spalte beschädigen und die Förderleistung mindern. Zudem sind sie ineffizienter, wenn nicht-schmierende Flüssigkeiten gefördert werden, da die innere Schmierung der Lager und Dichtungen in der Regel durch die Förderflüssigkeit selbst erfolgt.

Zahnradpumpen arbeiten mit engen Spalten zwischen den rotierenden Zahnrädern und der Gehäusewand, um die Saug- und Druckseite zu trennen. Diese Spalte wirken als Abdichtung (Spaltabdichtung). Bei hohem Druck kann jedoch ein kleiner Teil der Flüssigkeit durch diese Spalte zur Saugseite zurückfließen (Leckage). Moderne Pumpen nutzen die axiale Druckentlastung, um diesen Effekt zu minimieren.

Zahnradpumpen werden in den allermeisten Fällen von einem Elektromotor angetrieben, der die Welle der Pumpe in Rotation versetzt. In mobilen Anwendungen, wie in Traktoren oder Baumaschinen, erfolgt der Antrieb oft über eine Zapfwelle oder direkt über den Verbrennungsmotor des Fahrzeugs. Der Antriebsmotor muss für die erforderliche Drehzahl und das maximale Drehmoment ausgelegt sein.