Progressivsysteme
Progressivsysteme jetzt im Onlineshop von Sinntec entdecken
Im Sinntec Onlineshop finden Sie Progressivpumpen, Verteiler, Leitungen und Zubehör so kombiniert, dass daraus ein robustes System wird – für Baumaschinen, Industrieanlagen, Windkraft, Nutzfahrzeuge und mehr. Ob komplette Anlage, Ersatzverteiler oder einzelne Segmente: Sie erhalten Komponenten, die druckfest, praxiserprobt und mit gängigen Herstellern kompatibel sind. Einfach online auswählen, passend konfigurieren, Ausfallzeiten reduzieren.
Wie Progressivschmiersysteme in der Zentralschmierung funktionieren
Die Schmierung ist die Lebensversicherung jeder Maschine. Während Einleitungsschmiersysteme (Single-Line) primär auf den Druckzyklus zur Steuerung der Dosierung setzen, repräsentieren Progressivschmiersysteme (Progressive Systems) die Königsklasse der Schmiertechnik, wenn es um Zuverlässigkeit, Überwachung und Hochdruckfettversorgung geht. Ihr Name leitet sich vom progressiven, also fortschreitenden, Bewegungsablauf des Schmierstoffs ab. Im Gegensatz zu anderen Systemen garantiert das Progressivsystem, dass jede angeschlossene Schmierstelle die exakt zugewiesene Menge erhält – und zwar in einer zwangsgesteuerten, nicht optionalen Sequenz.
1. Das wissenschaftliche und technische Funktionsprinzip
Das Herzstück jedes Progressivschmiersystems ist der Progressivverteilerblock (oder Segmentverteiler). Hier kommt das Prinzip der volumetrischen Zwangsförderung (Positive Displacement) zum Tragen.
a) Die Zwangsförderung im Verteiler
- Der Verteilerblock besteht aus präzise gefertigten Segmenten mit Steuerkolben. Diese Kolben sind hydraulisch so miteinander verschaltet, dass die Bewegung eines Kolbens den Schmierstofffluss zum nächsten Kolben blockiert oder freigibt.
- Eine zentrale Hochdruckpumpe (Kolben- oder Zahnradpumpe) beaufschlagt den Verteiler mit Fett oder Öl bei 100–400 bar.
- Der Schmierstoff drückt auf den ersten Steuerkolben (K1) → K1 gibt die Menge an S1 ab → erst danach wird K2 aktiviert → so fortlaufend bis zum letzten Kolben.
- Blockadesicherheit: Wird eine Schmierstelle blockiert, stoppt der entsprechende Kolben, und damit das gesamte System. Das macht Progressivsysteme so zuverlässig.
b) Volumetrische Dosierung
Die Schmiermenge pro Stelle ergibt sich aus dem Kolbenhub (V = A × L). Unterschiedliche Segmentgrößen erlauben Mengen von 0,05–2,5 cm³/Zyklus. Da volumetrisch dosiert wird, bleibt die Menge bei wechselnden Drücken und Temperaturen konstant.
2. Wissenschaftliche und technische Merkmale
- Betriebsdruck: 150–400 bar – nötig, um hochviskose Fette über lange Leitungen zu fördern.
- Funktionsprinzip: Volumetrische Zwangsförderung – jede Stelle wird erst nach vollständiger Dosierung der vorherigen versorgt.
- Schmierstoff: Fette bis NLGI 2, z. B. Lithiumkomplexfette, ideal für stoßbelastete Lager.
- Überwachung: Kolbenendetektoren oder induktive Sensoren zur Echtzeitüberwachung der Kolbenbewegung.
- Pumpen: Hochleistungskolbenpumpen (elektrisch, hydraulisch, pneumatisch) mit Förderraten bis 500 cm³/min.
- Leitungen: Hochdruckschläuche und -rohre aus Stahl oder Edelstahl für hohe Druckbeständigkeit ohne Ausdehnung.
- Modularität: Segmentbauweise zur Anpassung von Schmierstellenzahl und Dosiermenge.
3. Anwendungsfälle und Eignung
Progressivsysteme werden überall dort eingesetzt, wo Ausfälle fatale Folgen hätten und hochviskose Fette erforderlich sind:
- Baumaschinen: Bagger, Radlader, Raupen, Kräne – Schmierung von Drehkranzlagern, Gelenken, Teleskoparmen (NLGI 2).
- Industrieanlagen: Pressen, Walzwerke, Zement- und Bergbaumaschinen – präzise Fettverteilung über lange Hauptleitungen.
- Windkraftanlagen: Lager und Azimutgetriebe – sensorgestützte Kontrolle der Kolbenbewegung.
- Transporttechnik: Gabelstapler, Schwerlastfahrzeuge, Flurförderzeuge.
Fazit: Progressivsysteme werden bevorzugt, wenn Schmiersicherheit vor Kosten steht. Die zwangsgeführte Dosierung und Stoppfunktion bei Blockade sichern maximale Verfügbarkeit.
4. Produktvielfalt für Systemintegrität
Die Zuverlässigkeit hängt von der Qualität und Dimensionierung aller Komponenten ab. Hier punktet Sinntec mit einer breiten Auswahl, die Systemintegrität und Kompatibilität garantiert.
a) Beherrschung des Hochdrucks
- Hochdruckschläuche: Mehrlagige Stahldrahteinlagen (Geflecht/Spirale) bis Ø 16,9 mm verhindern Ausdehnung und Dosierabweichungen.
- Verschraubungen: Hochfeste Schneidringverschraubungen von SKF, BEKA MAX und Lincoln sichern Dichtigkeit bei pulsierendem Druck.
b) Schutz in rauen Umgebungen
- PA6-Wellschläuche: Chemisch und mechanisch beständige Schutzmäntel gegen Abrieb, Steinschlag, Schweißperlen.
- Edelstahl-Knickschutzspiralen: Schutz an beweglichen Gelenken gegen Überbiegung und Beschädigung – unverzichtbar im mobilen Einsatz.
c) Systemkompatibilität und Wartung
- Kompatible Verteiler: SKF (VPG, VKBM) und BEKA MAX (MX) – modular austauschbar.
- Markenübergreifende Komponenten: ermöglichen Wartung und Erweiterung bestehender Systeme ohne Funktionsverlust.
Wir helfen Ihnen gerne bei der richtigen Auswahl
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