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Progressivpumpen

PROGRESSIVPUMPEN

Schmierpumpen von SKF / Vogel, Groeneveld-Beka / Beka-Max, Graco, Delimon

Unsere Progressivpumpen eignen sich zur Schmierung mit Fett, Öl oder Fliessfett und bieten eine kontinuierliche Schmierung, solange die Pumpe läuft. Die Kolbenpumpen sind aufgrund robuster Materialien besonders zuverlässig. Erhältlich sind die Fettpumpen wahlweise mit oder ohne Steuerung sowie diversen Komponenten.

Hier gelangen Sie zum Produktratgeber.



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Progressivpumpen: Präzision in der Zentralschmierung

Wenn Maschinen dauerhaft zuverlässig arbeiten sollen, spielt die Schmierung eine zentrale Rolle und hier überzeugt das Progressivsystem auf ganzer Linie. Die Progressivpumpe sorgt in Kombination mit hochpräzisen Verteilern für eine exakt gesteuerte, gleichmäßige Versorgung aller Schmierstellen, automatisch, effizient und mit minimalem Wartungsaufwand.

Bei Sinntec finden Sie leistungsstarke Progressivpumpen und passendes Zubehör für den industriellen und mobilen Einsatz. Ob in Baumaschinen, Fahrzeugen oder Produktionsanlagen, die Modelle, die wir Ihnen anbieten stehen für Präzision, Langlebigkeit und maximale Betriebssicherheit unter anspruchsvollsten Bedingungen.

Funktionsweise der Progressivpumpe in Zentralschmieranlagen

Die Progressivpumpe in einer Zentralschmieranlage stellt sicher, dass Lager und Gleitflächen ständig mit frischem Schmierstoff versorgt werden. Während der Progressivverteiler für die präzise Dosierung und Verteilung zuständig ist, übernimmt die Progressivpumpe die zentrale Aufgabe der Druckerzeugung und Materialförderung. Sie ist das Kraftwerk des Systems und muss in der Lage sein, hochviskose Fette über große Strecken und gegen hohe Systemwiderstände zu fördern. Ihre Konstruktion ist darauf optimiert, einen kontinuierlichen, pulsationsarmen Strom zu liefern, der die Zwangssteuerung des Progressivverteilers erst ermöglicht.

Funktion und Aufbau: Das Druckprinzip der Progressivpumpe

Die Bezeichnung Progressivpumpe wird im allgemeinen Sprachgebrauch oft synonym für die Kolbenpumpe verwendet, die in progressiven Zentralschmiersystemen eingesetzt wird. Sie arbeitet nach dem Prinzip der Verdrängung und ist darauf ausgelegt, hohe Drücke zu erzeugen.

1. Die Kernfunktion: Verdrängung und Druckerzeugung

Unabhängig von der Bauart (elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch betrieben) basiert die Pumpe auf der Bewegung eines oder mehrerer Förderkolben (oder -elemente).

Ansaughub: Der Kolben bewegt sich zurück und erzeugt einen Unterdruck in der Pumpkammer. Der Schmierstoff (Fett oder Öl) wird aus dem Vorratsbehälter durch ein Rückschlagventil in die Kammer gesaugt.

Druckhub: Der Kolben bewegt sich nach vorne und verdrängt das im Zylinder befindliche Medium. Da der Schmierstoff nicht komprimiert werden kann, steigt der Druck im System schlagartig an. Der Schmierstoff wird mit hohem Druck durch das Auslassventil in die Hauptleitung gepresst.

Diese volumetrische Förderung ist entscheidend: Die Pumpe fördert pro Hub eine definierte Menge unabhängig vom Gegendruck, bis sie den maximalen Betriebsdruck erreicht. Dies ist die notwendige Voraussetzung für die Zwangssteuerung des nachgeschalteten Progressivverteilers.

2. Besonderheit: Kontinuierlicher Fluss

Damit der Progressivverteiler ordnungsgemäß funktioniert, benötigt er einen möglichst konstanten, ununterbrochenen Druck (pulsationsarm). Einfache Einzelkolbenpumpen würden bei jedem Hubwechsel einen kurzen Druckabfall erzeugen. Daher werden in Progressivsystemen häufig Mehrkolbenpumpen oder Pumpen mit speziellen Steuerventilen eingesetzt, um diesen Effekt zu minimieren.

- Doppelkolben- oder Dreifachkolbenpumpen: Durch die zeitversetzte Bewegung mehrerer Kolben überlagern sich die Druckspitzen und Drucktäler, was zu einer glatteren, kontinuierlicheren Förderung führt.

Die Unterschiedlichen Progressivpumpenarten

Je nach Energiequelle und Anforderung kommen verschiedene Pumpenkonzepte zum Einsatz:

1. Elektrische Progressivpumpen (E-Pumpen)

Dies ist die gängigste Bauart für stationäre Zentralschmiersysteme. Sie werden von einem Elektromotor angetrieben, der über ein Getriebe oder einen Exzenter die Förderkolben bewegt.

Vorteile: Sie sind energieeffizient, ermöglichen eine präzise Steuerung der Taktzeiten und bieten eine hohe Leistung. Sie sind ideal für große Anlagen und den Dauereinsatz.

Anwendungsbereich: Förderanlagen, Windkraftanlagen, große Werkzeugmaschinen.

2. Pneumatische Progressivpumpen (Druckluftpumpen)

Diese Pumpen nutzen Druckluft als Antriebsmedium. Sie funktionieren über einen integrierten Luftmotor, der einen oder mehrere Pumpkolben antreibt.

Vorteile: Sie sind robust, eignen sich gut für explosionsgefährdete Bereiche (da sie keinen Elektromotor benötigen) und können hohe Drücke erzeugen. Sie sind oft kleiner und mobiler als E-Pumpen.

Anwendungsbereich: Schweißanlagen, Lackierereien, mobile Baugeräte (wo Druckluft vorhanden ist).

3. Hydraulische Progressivpumpen

Diese Pumpen werden direkt über die Hydraulikanlage der Hauptmaschine angetrieben. Sie sind im Prinzip ein Teil des Maschinenkreislaufs.

Vorteile: Kein separater Antrieb notwendig, sehr kompakte Integration in mobile Arbeitsmaschinen.

Anwendungsbereich: Baumaschinen (Bagger, Radlader), landwirtschaftliche Maschinen.

4. Manuelle Pumpen (Handpumpen)

Für kleine Anlagen oder zur Erstbefüllung/Nachschmierung an schwer zugänglichen Stellen werden Handhebelpumpen eingesetzt, die den gleichen Druckmechanismus nutzen.

Vorteile: Unabhängig von Energiequellen, sehr kostengünstig für kleine, überschaubare Systeme.

Wissenschaftliche und technische Notwendigkeit der Progressivpumpe

Die Progressivpumpe ist darauf ausgelegt, die physikalischen Herausforderungen der Schmierung von Hochleistungslagern zu meistern.

Überwindung von Viskoelastizität und Reibung

Fette sind viskoelastische Fluide. Ihre Fließeigenschaften sind nicht linear und ändern sich stark mit Temperatur und Druck. Die Pumpe muss genügend hydraulische Leistung aufbringen, um:

- Die innere Scherreibung des Fetts zu überwinden.

- Den Strömungswiderstand in langen und dünnen Hauptleitungen zu überwinden.

- Den Gegendruck der zu schmierenden Lager zu überwinden.

Die Pumpe stellt sicher, dass der Mindestauslösedruck des Progressivverteilers jederzeit erreicht wird. Der maximal erzeugbare Druck (Pmax​) ist dabei direkt von der Fläche des Antriebskolbens und der Fläche des Förderkolbens abhängig (Druckübersetzungsverhältnis).

Überwachung und Prozesssicherheit

Moderne Progressivpumpen sind oft mit Drucksensoren ausgestattet, die den aktuellen Systemdruck kontinuierlich überwachen.

Normalbetrieb: Die Pumpe arbeitet gegen den sich ständig ändernden Gegendruck der Verteiler.

Störfall (Blockade): Wie bereits erwähnt, stoppt ein blockierter Verteiler den gesamten Schmierkreislauf. Die Pumpe arbeitet gegen ein fast geschlossenes System, wodurch der Druck schlagartig ansteigt.

Sicherheitsabschaltung: Bei Erreichen des voreingestellten Maximaldrucks (z.B. 400 bar) muss die Pumpe über ein Druckbegrenzungsventil oder die Steuerung automatisch abschalten. Dies schützt die Anlage vor Beschädigungen (Bersten von Leitungen) und signalisiert der Steuerung die Blockade.

Einsatzgebiete der Progressivpumpe

Die Progressivpumpe ist die bevorzugte Wahl, wenn höchste Zuverlässigkeit und die Förderung zähflüssiger Medien über weite Strecken gefragt sind.

Schwerindustrie: In Zementwerken, Stahlwerken und Gießereien, wo Fette der NLGI-Klasse 2 unter hohen Temperaturbelastungen verarbeitet werden.

Windenergie: Zur Schmierung von Pitch- und Yaw-Lagern in der Gondel, oft über lange Leitungen.

Mobile Anlagen: Große Baumaschinen, LKWs und Müllfahrzeuge, wo die Schmierpunkte über das gesamte Fahrzeug verteilt sind.

Druckmaschinen: Präzise Dosierung von Ölen und Fließfetten in Hochgeschwindigkeitsanwendungen.

Der Sinntec Vorteil: Produktauswahl für maximale Systemeffizienz

Die Vielfalt der Industrieanwendungen erfordert eine exakte Abstimmung der Pumpe auf den Schmierstoff, die Umgebung und die Leistungsanforderung. Die große Produktauswahl von Sinntec Schmiersysteme GmbH im Bereich der Progressivpumpen bietet hier entscheidende Vorteile:

Antriebsvielfalt:

Verfügbarkeit von elektrischen Pumpen (12V, 24V DC, 230/400V AC), pneumatischen und hydraulischen Pumpen. Optimale Integration in jede Anlage, unabhängig von der verfügbaren Energiequelle (Batteriebetrieb, Druckluftnetz oder Maschinenhydraulik).

Förderleistung & Druckbereich:

Pumpen mit variabler Fördermenge pro Hub und hohen Enddrücken (bis zu 450 bar) für Fette bis NLGI-Klasse 2. Gewährleistung eines sicheren und zuverlässigen Betriebs auch bei extrem viskosen Medien und in kalten Umgebungen.

Behältergröße und Material:

Pumpen mit Vorratsbehältern aus Kunststoff oder Metall in verschiedenen Größen (von 1 Liter bis über 20 Liter). Anpassung an den Schmierstoffverbrauch und die Umweltbedingungen (z.B. Metallbehälter für raue Umgebungen oder Chemikalien).

Intelligente Steuerung:

Verfügbarkeit von Pumpen mit integrierten, programmierbaren Steuerungen (Zykluszeit, Pausenzeit, Überwachung). Vereinfachte Inbetriebnahme und flexible Anpassung der Schmierintervalle, was die Wartungseffizienz erhöht und die Steuerungskomplexität reduziert.

Progressivpumpen bei Sinntec

Setzen Sie bei der Zentralschmierung auf Technik, die Ihre Anlagen perfekt ergänzt. Mit Progressivpumpen von Sinntec profitieren Sie von exakter Dosierung, hoher Zuverlässigkeit und einer intelligenten, leicht überwachbaren Systemarchitektur.

Ob zur Nachrüstung bestehender Anlagen oder als Teil einer neuen Zentralschmierung, wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Lösungen für jede Anwendung.

Jetzt Progressivpumpen und Zubehör im Sinntec-Onlineshop entdecken, für eine präzise, saubere und wartungsarme Schmierung Ihrer Maschinen und Anlagen.

Fragen & Antworten zu Progressivpumpen

Die Hauptfunktion der Progressivpumpe (meist eine Kolbenpumpe) ist die Erzeugung des notwendigen hydraulischen Drucks und die volumetrische Förderung des Schmierstoffs. Sie muss in der Lage sein, hochviskose Fette (bis NLGI-Klasse 2) über lange Leitungswege und gegen den hohen Gegendruck der angeschlossenen Progressivverteiler zu befördern. Sie stellt den kontinuierlichen Förderstrom sicher, der die zwangsgesteuerte Funktion des Verteilers erst ermöglicht und damit die Schmierung jedes Lagers garantiert.

Die Pumpe arbeitet nach dem Prinzip der volumetrischen Verdrängung mittels Kolben. Ein oder mehrere Kolben bewegen sich in einem Zylinder, saugen im Ansaughub eine definierte Menge Schmierstoff aus dem Behälter und drücken diese im Druckhub unter hohem Druck in die Hauptleitung. Durch diese volumetrische Förderung ist die abgegebene Menge pro Hub unabhängig vom Gegendruck des Systems, was für die Dosiergenauigkeit entscheidend ist.

Die gängigsten Antriebsarten sind: Elektrisch (DC/AC-Motoren, am häufigsten für stationäre Anlagen), pneumatisch (über Druckluft angetrieben, oft in explosionsgefährdeten Bereichen oder wo Druckluft leicht verfügbar ist) und hydraulisch (direkt angetrieben durch die Hydraulik der Hauptmaschine, meist bei mobilen Maschinen). Die Wahl hängt von der Anwendung, der Energiequelle und der Umgebung ab.

Die Fördermenge wird mechanisch durch die Hublänge und den Durchmesser des Förderkolbens definiert. Bei einigen Pumpenmodellen kann die Fördermenge pro Hub über eine Verstellung des Exzenters oder des Getriebeübersetzungsverhältnisses variiert werden. Bei elektrischen Pumpen wird die Gesamtfördermenge zudem durch die Einstellung der Zykluszeit (Pumpenlaufzeit und Pausenzeit) in der Steuerung geregelt.

Ein zu geringer Druck kann auf eine Leckage in der Hauptleitung, einen fast leeren Vorratsbehälter (Saugproblem), eine Verstopfung des Filters oder eine fehlerhafte Pumpe selbst hinweisen. Bei pneumatischen Pumpen kann auch ein zu geringer Eingangsdruck der Druckluft die Ursache sein. Die Pumpe arbeitet, aber kann den notwendigen Auslösedruck für die Verteiler nicht aufbauen.

Wenn ein Verteiler durch eine Verstopfung stoppt, arbeitet die Pumpe gegen ein nahezu geschlossenes System. Der Druck in der Hauptleitung steigt schlagartig und exponentiell an. Die Pumpe muss sofort durch das Druckbegrenzungsventil oder die Steuerung abgeschaltet werden. Würde sie weiterlaufen, bestünde die Gefahr des Berstens der Schmierleitungen oder einer mechanischen Beschädigung der Pumpe.

Das Druckbegrenzungsventil (DBV) ist ein entscheidendes Sicherheitsmerkmal. Es schützt das gesamte System vor Überlastung und Beschädigung durch unzulässig hohe Drücke (z.B. bei Blockade). Es öffnet bei Erreichen des voreingestellten Maximaldrucks (z.B. 400 bar) und leitet den Schmierstoff in den Vorratsbehälter zurück. Es dient somit als hydraulische Sicherung der Anlage.

Ein Saugproblem (Kavitation) tritt auf, wenn die Pumpe keinen Schmierstoff aus dem Behälter ziehen kann, oft bei niedrigem Füllstand oder hoher Viskosität und niedriger Temperatur. Dies äußert sich in unregelmäßigen Geräuschen und Druckschwankungen. Die Lösung ist die Beseitigung von Luft im System, das Nachfüllen des Behälters oder, bei zähen Fetten, die zusätzliche Beheizung des Behälters.

In Pumpen für zähe Schmierfette (NLGI 2) wird oft ein Rührflügel oder Folgekolben im Vorratsbehälter eingesetzt. Dieser verhindert die Kanalbildung (Hohlraumbildung) über der Ansaugöffnung des Pumpenelements. Durch ständiges Rühren oder Druck auf das Fett wird sichergestellt, dass das Material kontinuierlich und gleichmäßig zur Ansaugstelle gelangt und keine Luft angesaugt wird.

Die Pumpe muss den maximal erforderlichen Druck (typisch bis 400 bar) erzeugen können, um den Widerstand der längsten Leitung und das Auslösen der Verteiler sicherzustellen. Die Förderleistung muss so gewählt werden, dass sie die Summe des Schmierstoffbedarfs aller angeschlossenen Progressivverteiler innerhalb der gewünschten Zykluszeit zuverlässig deckt, mit einer ausreichenden Reserve.

Ja, Progressivpumpen können auch Öl fördern. Bei Öl (geringere Viskosität) werden oft kleinere Förderkolben und niedrigere Drücke eingesetzt, da der Strömungswiderstand geringer ist. Die Dichtungen der Pumpe und der Verteiler müssen speziell auf Öl abgestimmt sein, um Leckagen zu vermeiden. Die Zykluszeiten sind meist kürzer als bei Fett.

Mechanischer Verschleiß (z.B. der Dichtungen oder der Kolben) äußert sich oft durch reduzierten Maximaldruck oder erhöhte Innentemperatur. Bei Elektropumpen kann die Stromaufnahme des Motors steigen. Ein deutliches Zeichen ist auch das häufigere Auslösen des Druckbegrenzungsventils, ohne dass eine Blockade vorliegt, da Schmierstoff intern zurück in den Behälter gedrückt wird (interne Leckage).

In rauen Industrieumgebungen, in denen Staub, Feuchtigkeit oder Spritzwasser auftreten können (z.B. Bergbau, Zementwerke), sollte die Pumpe mindestens die Schutzklasse IP54 oder besser IP65 aufweisen. Dies schützt den Motor und die elektronischen Komponenten vor Korrosion und Kurzschlüssen durch eindringende Partikel oder Wasser, was die Betriebssicherheit und Lebensdauer gewährleistet.

Die Abschaltung erfolgt meist über ein Druckschaltgerät oder einen Drucktransmitter in der Hauptleitung, der den Druckanstieg registriert und der Pumpensteuerung (SPS oder integrierte Steuerung) meldet, dass der Maximaldruck erreicht ist. Alternativ schaltet der Druckbegrenzer ab. Die Steuerung stoppt den Motor und setzt das System auf Störung, bis der Fehler behoben ist.

Der Filter (oft ein Sieb im Behälter oder ein Druckfilter) dient dazu, Verunreinigungen (z.B. Schmutzpartikel, Metallabrieb) aus dem Schmierstoff zu entfernen, bevor dieser in die Förderkolben gelangt. Die feinen Bohrungen und Toleranzen der Progressivverteiler und Pumpenkolben sind sehr empfindlich gegen Partikel, die zu Verstopfungen und Verschleiß führen würden.

Der Schmierstoff sollte gemäß Herstellerangaben gelagert werden, um eine Veränderung der Konsistenz oder die Trennung von Öl und Seife im Fett zu vermeiden. Der Behälter muss sauber gehalten und vor Kontamination durch Wasser oder Fremdstoffe geschützt werden. In kalten Umgebungen sollte der Behälter (oder das Fett) beheizt werden, um die Ansaugfähigkeit zu gewährleisten.

Eine fehlerhafte Einstellung der Zykluszeit (zu kurz oder zu lang) kann zu Über- oder Unterschmierung führen. Ist die Pumpenlaufzeit zu kurz, werden die Progressivverteiler nicht vollständig durchlaufen. Ist die Pausenzeit zu lang, kann das Lager mangelschmieren. Die korrekte Einstellung basiert auf dem berechneten Fettbedarf der Lager und der Fördermenge der Pumpe.

Bei pneumatischen Pumpen wird die Fördermenge pro Zeiteinheit hauptsächlich durch den Druck der zugeführten Druckluft gesteuert. Ein höherer Luftdruck führt zu einer schnelleren Hubfrequenz des Luftmotors und damit zu einer höheren Förderleistung. Die Luftdruckregelung ist hier das primäre Mittel zur Einstellung der Förderrate. Zudem kann das Druckübersetzungsverhältnis fest eingestellt sein.

Eine Pumpe für explosionsgefährdete Bereiche (ATEX-Zertifizierung) muss so konstruiert sein, dass sie keine Zündquelle darstellen kann. Dies bedeutet bei elektrischen Pumpen den Einsatz von ex-geschützten Motoren und bei pneumatischen Pumpen die Vermeidung von Funkenbildung im Luftmotor. Alle elektrischen Komponenten müssen die zulässige Oberflächentemperatur für die jeweilige ATEX-Zone einhalten.