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Auffangwannen

AUFFANGWANNEN

Vorschriftsgemäße Lagerung wassergefährdender Stoffe

Eine Auffangwanne muss den Inhalt des größten Behälters, mindestens 10 % der gelagerten Menge aufnehmen können. ACHTUNG: In Wasserschutzgebieten muss die gesamte Lagermenge (100 %) zurückgehalten werden können. Bitte beachten Sie bei der Auswahl Ihrer Auffangwanne diesen Hinweis. Wir sind Ihnen gern bei Ihrer Wahl behilflich. Bei uns finden Sie Auffangwannen aus lackiertem oder feuerverzinktem Stahl, Edelstahl oder aus Kunststoff.



Auffangwannen: Der sichere Umgang mit Gefahrenstoffen

Wenn es um den sicheren Umgang mit wassergefährdenden Stoffen geht, sind Auffangwannen unverzichtbar. Sie schützen Mensch, Umwelt und Betrieb und erfüllen zugleich alle gesetzlichen Anforderungen nach WHG und AwSV. Ob beim Lagern von Ölen, Chemikalien, Säuren, Laugen oder Kraftstoffen – eine hochwertige Auffangwanne verhindert, dass Leckagen oder Überfüllungen zur Gefahr werden.

Bei Sinntec finden Sie Auffangwannen aus Stahl, Edelstahl oder Polyethylen (PE), die speziell für Ihre Anwendung entwickelt wurden. Jede Wanne überzeugt durch geprüfte Dichtheit, hohe chemische Beständigkeit und robuste Verarbeitung – für maximale Sicherheit in Ihrem Betrieb.

Auffangwannen, auch bekannt als Sicherheits- oder Leckagewannen, sind essenzielle technische Einrichtungen zum Schutz von Umwelt und Gewässern. Ihre Aufgabe ist simpel, aber entscheidend: Sie fangen im Falle einer Leckage, eines Bruchs oder einer Überfüllung die austretende Flüssigkeit vollständig und sicher auf.

Diese Wannen sind keine Option, sondern eine gesetzliche Pflicht überall dort, wo wassergefährdende Stoffe gelagert werden.

Die technische und wissenschaftliche Funktionsweise

1. Prinzip der vollständigen Rückhaltung (Containment)

  • Gravitation: Tritt Flüssigkeit aus, sammelt sie sich durch die Schwerkraft am tiefsten Punkt – in der Auffangwanne.
  • Kapazität: Die Wanne muss so bemessen sein, dass sie mindestens die gesetzlich vorgeschriebene Menge aufnehmen kann (siehe Vorschriften unten).
  • Dichtheit: Absolute Flüssigkeitsdichtheit ist Pflicht, erreicht durch nahtlose Konstruktion oder geprüfte Schweißnähte.

2. Materialbeständigkeit und Kompatibilität

Das Material der Auffangwanne muss chemisch resistent gegenüber dem gelagerten Stoff sein, um Korrosion oder Auflösung zu verhindern.

  • Stahlwannen (verzinkt/lackiert): Ideal für brennbare Flüssigkeiten wie Öle, Diesel, Benzin. Hohe mechanische Stabilität und Brandsicherheit.
  • PE-Wannen (Polyethylen): Beständig gegen aggressive Chemikalien wie Säuren und Laugen. Besonders geeignet für Galvaniken oder Labore.
  • Edelstahlwannen: Für korrosive Stoffe mit hohen Reinheitsanforderungen, z. B. in Lebensmittel- und Pharmaindustrie.

Wissenschaftlicher Hintergrund: Die chemische Kompatibilität hängt vom pH-Wert und Oxidationspotenzial des Lagerguts ab. PE ist inert gegenüber vielen Säuren, während Stahl bei niedrigem pH-Wert korrodiert. Daher ist die Materialwahl sicherheitskritisch.

3. Konstruktion und Lastverteilung

  • Gitterrost (Ablagerost): Verteilt das Gewicht von Fässern oder IBCs gleichmäßig und hält sie von eventuell ausgetretener Flüssigkeit fern.
  • Trennfunktion: Verhindert Kontakt zwischen Behälterboden und Flüssigkeit, um Korrosion oder Materialschäden zu vermeiden.

Gesetzliche Vorschriften und Bemessung (Deutschland/EU)

1. Regel des erforderlichen Auffangvolumens

  • In Wasserschutzgebieten: Die Wanne muss 100 % des größten Behälters oder 10 % des Gesamtvolumens fassen – je nachdem, welcher Wert größer ist.
  • Außerhalb von Wasserschutzgebieten: 10 % des Gesamtlagervolumens, mindestens jedoch das Volumen des größten Einzelbehälters.
  • Beispiel: Zehn 200-Liter-Fässer ergeben 2000 L Gesamtvolumen → 10 % = 200 L, entspricht der Mindestanforderung, da das größte Fass 200 L fasst.

Eine vollständige Rückhaltung des größten Behälters ist stets Pflicht in Wasserschutzgebieten.

2. Zulassung und Kennzeichnung

  • CE-Kennzeichnung: Bestätigung grundlegender Sicherheitsanforderungen.
  • Bauartzulassung (Z-Nummer): Für brennbare Flüssigkeiten ist eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) durch das DIBt erforderlich.
  • Kennzeichnung am Lagerort: Klare Angabe, welche Stoffe gelagert werden dürfen, um Verwechslungen und Unverträglichkeiten zu vermeiden.

Anwendungsfälle und praktische Hinweise

1. Lagerung von Ölen und Kraftstoffen (Diesel, Benzin)

  • Einsatzort: Betriebshöfe, Speditionen, Werkstätten.
  • Empfohlene Wanne: Stahlwanne (lackiert/verzinkt) für hohe Stabilität und Brandschutz.
  • Sicherheit: Für Benzin sind geerdete Wannen vorgeschrieben, um Funkenbildung zu vermeiden (Ex-Schutz).

2. Lagerung von Chemikalien (Säuren, Laugen, AdBlue)

  • Einsatzort: Galvaniken, Wasserwerke, Laborbetriebe.
  • Empfohlene Wanne: PE- oder Edelstahlwanne für chemische Beständigkeit.
  • Sicherheit: Inkompatible Chemikalien (z. B. Säuren und Laugen) stets getrennt lagern, um Reaktionen zu verhindern.

3. Kleingebindelagerung und Dosierarbeiten

  • Einsatzort: Werkstätten, Handwerksbetriebe, Labore.
  • Empfohlene Lösung: Kleinwannen oder modulare Auffangböden, die Tropfverluste sofort aufnehmen.
  • Vorteil: Ideal für den täglichen Umgang mit kleinen Mengen – beim Abfüllen oder Dosieren.

Auffangwannen sind unverzichtbar im Gewässer- und Umweltschutz. Ihr Prinzip – die vollständige statische Rückhaltung von Leckagen – ist einfach, aber entscheidend. Ihre Wirksamkeit hängt von korrekter Dimensionierung (AwSV-konform) und chemischer Materialbeständigkeit ab. Sie bilden die letzte Barriere gegen Umweltkontamination durch gefährliche Stoffe.

Auffangwannen bei Sinntec entdecken

Schützen Sie Mitarbeiter, Anlagen und Umwelt – mit zertifizierten Auffangwannen von Sinntec. Ob für Fässer, IBC-Container oder Kleingebinde: Wir bieten die passende Lösung für jeden Einsatzbereich und jedes Medium.

Unsere Wannen erfüllen alle Anforderungen nach AwSV, sind sofort einsatzbereit und stehen für geprüfte Sicherheit und Langlebigkeit.

Jetzt Auffangwannen im Sinntec-Onlineshop entdecken – für nachhaltigen Umweltschutz und gesetzeskonforme Lagerung gefährlicher Stoffe.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen vorab

Allgemein

Auffangwannen werden benötigt um umweltgefährdende oder gefährliche Flüssigkeiten aufzufangen und zu lagern. Durch Auffangwannen sollen Umweltschäden, die mit Austreten der Flüssigkeiten in Boden, Gewässern oder Kanalisation passieren, verhindert werden.

Es gibt verschiede Arten von Auffangwannen, welche sich in Größe und Material unterscheiden. Für jeden Verwendungszweck gibt es eine passende Wanne. Die Auswahl hängt davon ab, welche Stoffe aufgefangen/ gelagert werden, wie viel Volumen anfallen könnte und wo sie eingesetzt werden sollen. Auffangwannen sind aus Stahl, Edelstahl, GFK, Kunststoff und aus verzinktem Stahl erhältlich. Ebenfalls wird zwischen Auffangwannen mit oder ohne Gitterrost, flach oder mobil usw. unterschieden.

Auffangwannen müssen den Regularien des Wasserhaushaltgesetzes (§ 62 WHG) entsprechen. Wannen sind immer dann vorgeschrieben, wenn wassergefährdende Stoffe (z.B. Öle, Chemikalien) gelagert werden. Eine Auffangwanne muss immer das Volumen des größten Gebindes, welches auf der Wanne gelagert wird, auffangen können, jedoch mindestens 10% der Gesamtmenge. So muss beispielsweise bei einem 1000 Liter IBC-Container die Auffangwanne 1100 Liter Flüssigkeit auffangen können. Laut der AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) müssen die Wannen beständig gegenüber den zu lagernden Stoffen sein. Zudem müssen die Wannen regelmäßig geprüft werden um die Sicherheit zu gewährleisten. Für Gefahrstoffe gilt außerdem eine zusätzliche Kennzeichnungspflicht.


Material

Auffangwannen werden aus verschiedenen Materialen gefertigt. Sie sind aus Edelstahl, verzinkter Stahl, Kunststoff, Stahl oder GFK erhältlich.

Ob Auffangwannen aus Kunststoff oder Stahl besser sind kommt auf den Verwendungszweck an. Kunststoff ist sehr gut beständig gegenüber Chemikalien, welche nicht brennbar sind (Säuren, Laugen, Reinigungsmittel), Stahl-Wannen werden in der Regel für Öle oder Kraftstoffe eingesetzt. Gern berät Sie die Sinntec Schmiersysteme GmbH über das geeignete Material für Ihre Anwendung.

Auffangwannen aus PE (Polyethylen) eignen sich am besten für Chemikalien, Öl, Säuren und Laugen. Wichtig: Kunststoff-Auffangwannen können nicht für brennbare Stoffe verwendet werden, da PE nicht feuerbeständig ist.

Auffangwannen aus Edelstahl eignen sich optimal für aggressive, brennbare Medien oder für sensible Einsatzbereiche. Bitte beachten Sie hierbei die Materialverträglichkeit – Edelstahl ist nicht gegenüber allen Chemikalien beständig.


Nutzung

Eine Auffangwanne muss immer das Volumen des größten Gebindes, welches auf der Wanne gelagert wird, auffangen können, jedoch mindestens 10% der Gesamtmenge. So muss beispielsweise bei einem 1000 Liter IBC-Container die Auffangwanne 1100 Liter Flüssigkeit auffangen können.

Das Auffangvolumen berechnet man nach dem größten Gebinde, welches zu lagern ist, zzgl. 10% Volumen. Wenn also ein 1.000 Liter IBC-Container sowie zwei 200 Liter Fässer gelagert werden sollen, wird ein Auffangvolumen von 1.100 Liter benötigt (das größte Gebinde: 1.000 Liter + 10 % von 1.000: 100 Liter = Gesamtvolumen: 1.100 Liter).

Grundsätzlich dürfen alle wassergefährdenden Stoffe sowie Gefahrstoffe in geeigneten Auffangwannen gelagert werden. Bei der Auswahl müssen verschiedene Faktoren, wie z.B. die Materialbeständigkeit, Lagerort beachtet werden.

Bei der Lagerung vom Gefahrstoffen sollten Sie zwingend darauf achten, dass Stoffe nicht gemeinsam gelagert werden, welche reaktiv miteinander sind. Empfehlenswert ist die Lagerung in dicht verschlossenen, geprüften Originalbehältern auf einer Auffangwanne mit Gitterrost ohne, dass die Behälter gestapelt werden. Ebenfalls sollten Sie die rechtlichen Grundlagen zur Lagerung von Gefahrstoffen beachten sowie entsprechende Sicherheitsmaßnahmen bereitstellen.

Ja, Auffangwannen sollten regelmäßig auf Leckagen, Korrosion und Verformung kontrolliert/ geprüft werden. Ggf. müssen die Wannen zusätzlich alle paar Jahre nach dem WHG geprüft werden, dies hängt von dem Standort bzw. der Risikoklasse ab.

Im Idealfall müssen Auffangwannen gar nicht gereinigt werden. Wenn Sie jedoch die Wannen z.B. zum Umfüllen von Flüssigkeiten verwenden, ist eine regelmäßige Reinigung empfehlenswert. Zuerst sollten Sie alle Flüssigkeiten und Flüssigkeitsreste entfernen. Bitte denken Sie hierbei auch an die persönliche Schutzausrüstung. Je nach Material der Wanne können unterschiedliche Reinigungsmittel eingesetzt werden. Bei einer Kunststoffwanne können Sie warmes Wasser sowie milde, alkalische Reiniger verwenden. Bei einer Stahlwanne können Sie zu Wasser und einem fettlösenden Reiniger greifen. Die Reinigung können Sie zum Beispiel mit einer weichen Bürste, einem Schwamm oder Wischlappen vornehmen.


Kauf

Bei der Sinntec Schmiersysteme GmbH führen wir Auffangwannen führender Hersteller wie Bauer Südlohn GmbH, Rapid Group GmbH und CEMO. Für eine individuelle Beratung stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Die Kosten für Auffangwannen variieren stark – je nach Größe, Material und Ausstattung.

Die Auswahl der richtigen Wanne hängt davon ab, was, wo und wie viel Flüssigkeiten gelagert werden sollen. Gern unterstützt die Firma Sinntec Schmiersysteme GmbH Sie bei der Auswahl einer passenden Auffangwanne.

Ja, es sind gebrauchte Auffangwannen auf dem Markt erhältlich. Der Kauf kann Kosten sparen, jedoch sollte hierbei auf einige Sicherheits- und Rechtsaspekte geachtet werden. Wichtig ist der Nachweis über den früheren Einsatzstoff sowie ein Nachweis über die Dichtheit. Bei einem Einsatz in WHG-pflichtigen Anlagen muss beachtet werden, dass oft nur geprüfte Neuware erlaubt ist.