´
info@sinntec.de
+49 (0) 5071 97903 0
+49 (0) 5071 97903 99

Impellerpumpen

IMPELLERPUMPEN

Unistar - Combistar - Nirostar - Acostar

Impellerpumpen sind zur Förderung von (See-)Wasser, Öl, Diesel, Kühlmittel, Reinigungsmittel, Schmutzwasser uvm. geeignet (je nach Impellermaterial). Impellerpumpen müssen vor Inbetriebnahme nicht befüllt werden und können trocken bis zu einer Tiefe von 3 Metern ansaugen, befüllt bis zu 7 Metern.

Hier gelangen Sie zum Produktratgeber.



Impellerpumpen: Jetzt das passende Modell bei Sinntec finden

Wenn es um vielseitige und zuverlässige Fördertechnik geht, ist die Impellerpumpe kaum zu übertreffen. Sie vereint hohe Ansaugleistung, schonende Medienförderung und flexible Einsatzmöglichkeiten in einer kompakten Bauform. Ganz gleich, ob Sie Flüssigkeiten mit Luftanteilen, zähflüssige Medien oder empfindliche Produkte bewegen möchten – die Impellerpumpe erledigt ihre Aufgabe präzise und zuverlässig.

Bei Sinntec finden Sie Impellerpumpen in verschiedenen Ausführungen, Materialien und Leistungsstufen, abgestimmt auf Ihre Anwendung in Industrie, Handwerk oder Lebensmittelverarbeitung. Die Pumpen in unserem Sortiment überzeugen durch Robustheit, einfache Wartung und eine beeindruckende Förderleistung auch unter anspruchsvollen Bedingungen.

Die Impellerpumpe ist eine spezielle Bauart einer Verdrängerpumpe. Im Gegensatz zu Kreiselpumpen, die Flüssigkeit durch Zentrifugalkraft beschleunigen, saugt die Impellerpumpe die Flüssigkeit aktiv an und schiebt sie in einem geschlossenen Volumen weiter. Diese einzigartige Funktionsweise macht sie zu einem echten Multitalent in der Industrie und im Handwerk – besonders beim Fördern von zähflüssigen Medien oder Flüssigkeiten mit Feststoffanteilen. Sie kann Luft ansaugen und verdrängen und dadurch Flüssigkeiten fördern, deren Pegel unterhalb der Pumpe liegt, ohne dass das Gehäuse vorab gefüllt werden muss. Typischerweise wird eine Ansaughöhe von bis zu 5–7 m erreicht, da der Verdrängungsmechanismus einen sehr effektiven Unterdruck aufbaut.

Funktionsweise: Das Prinzip des flexiblen Rotors

Das Herzstück der Impellerpumpe ist der Impeller – ein flexibler Rotor, der einem Gummistern ähnelt. Dieser Impeller dreht sich innerhalb eines festen Gehäuses (Pumpenkopf).

1. Aufbau und Komponenten

  • Gehäuse: Meist aus Edelstahl oder korrosionsbeständigem Kunststoff gefertigt, um Chemikalien oder Lebensmittel sicher fördern zu können.
  • Impeller (Rotor): Besteht aus elastischem Material (z. B. Gummi, Neopren, NBR, Viton) mit mehreren flexiblen Flügeln. Das Material wird je nach Medium gewählt.
  • Nockenplatte (Exzenter): Das Gehäuse ist innen nicht rund, sondern hat eine exzentrische Stelle, die die flexiblen Flügel beim Drehen verformt.

2. Saug- und Druckvorgang

Saugvorgang: Wenn sich der Impeller dreht, vergrößert sich auf der Saugseite der Raum zwischen Flügeln und Gehäuse. Diese Volumenvergrößerung erzeugt einen Unterdruck, der die Flüssigkeit aktiv ansaugt (Selbstansaugung).

Transport: Die Flüssigkeit wird in den Kammern zwischen den Flügeln zur Druckseite transportiert.

Druckvorgang: Auf der Druckseite drückt der Exzenter die Flügel zusammen. Das Volumen verringert sich, und die Flüssigkeit wird mit Druck durch den Auslass in die Förderleitung gedrückt.

Dieser Zyklus wiederholt sich kontinuierlich – eine gleichmäßige, pulsationsarme Förderung ist das Ergebnis.

3. Impeller-Materialien

  • Neopren: Gute Abriebfestigkeit, beständig gegen Fette und Öle. Ideal für Wasser und industrielle Anwendungen.
  • NBR (Nitrilkautschuk): Sehr gute Beständigkeit gegen Öle, Fette, Mineralölprodukte. Für Diesel, Heizöl und Schmierstoffe geeignet.
  • EPDM: Beständig gegen Säuren, Basen, Alkohole und Heißwasser. Ideal für AdBlue, Chemikalien und Lebensmittel.
  • Viton (FKM): Sehr hohe chemische Beständigkeit, geeignet für aggressive Chemikalien und Lösungsmittel.
  • Naturgummi: Hohe Elastizität und gute Abriebfestigkeit. Häufig in der Lebensmittelindustrie (z. B. Saft, Milch) im Einsatz.

4. Physikalische Eigenschaften

  • Schonende Förderung: Die Flüssigkeit wird sanft durch die flexiblen Flügel verdrängt – ideal für scherempfindliche Medien wie Joghurt, Wein oder Polymerlösungen.
  • Umschaltbare Förderrichtung: Durch Umpolung des Motors kann die Richtung ohne Umbau geändert werden – praktisch für Befüll- und Entleerprozesse.
  • Feststoffverträglichkeit: Flexible Flügel können kleine Feststoffpartikel mitfördern, ohne dass die Pumpe blockiert.

Einsatzgebiete der Impellerpumpe

Die Kombination aus Selbstansaugung, schonender Förderung und Materialvielfalt macht die Impellerpumpe in zahlreichen Branchen unverzichtbar.

1. Lebensmittel- und Getränkeindustrie

  • Anwendungsfall: Förderung von Wein, Bier, Milch, Saftkonzentrat, Speiseöl und Soßen.
  • Begründung: Schonende Förderung vermeidet Schaumbildung und Strukturzerstörung; einfache Reinigung (CIP-fähig) und FDA-konforme Materialien.

2. Schifffahrt und Marine

  • Anwendungsfall: Bilgen- und Lenzpumpen, Frischwasserversorgung, Betankung.
  • Begründung: Selbstansaugend und trockenlaufsicher – ideal für das Ansaugen von Wasser aus Bilgen oder Tanks mit Luftanteilen.

3. Chemische Industrie und Labore

  • Anwendungsfall: Dosieren und Umfüllen von Säuren, Basen, Lösungsmitteln und Chemikalien.
  • Begründung: Durch Materialwahl (EPDM, Viton) vielseitig einsetzbar, kompakte Bauweise auch für mobile Systeme geeignet.

4. Landwirtschaft und Gartenbau

  • Anwendungsfall: Befüllen von Sprühgeräten, Umfüllen von Düngemitteln oder Gülle (bedingt).
  • Begründung: Robust und feststofftolerant, ideal für dünnflüssige, leicht abrasive Medien.

5. Kosmetik- und Pharmaindustrie

  • Anwendungsfall: Förderung von Cremes, Lotionen, Shampoos und pharmazeutischen Suspensionen.
  • Begründung: Schonende Förderung und Fähigkeit zur Verarbeitung hochviskoser Medien sichern Produktqualität.

Die Impellerpumpe ist eine flexible und zuverlässige Lösung für unterschiedlichste Anwendungen. Ihre Kombination aus Selbstansaugfähigkeit, sanfter Förderung und Medienvielfalt macht sie zu einem unverzichtbaren Werkzeug in vielen Industriezweigen.

Wir helfen bei jeder Frage

Mit einer Impellerpumpe aus unserem Sortiment setzen Sie auf maximale Flexibilität und Effizienz in der Flüssigkeitsförderung. Ob für mobile Einsätze, stationäre Anlagen oder spezielle Medien – wir bieten Ihnen hochwertige Modelle mit optimaler Materialkombination und bewährter Technik.

Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung in der Fördertechnik und entdecken Sie in unserem Onlineshop Impellerpumpen, die exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten sind.

  • Markenqualität für Industrie & Maschinenbau
  • Ersatzkartuschen & Zubehör ab Lager
  • Beratung durch ein erfahrenes Team

Jetzt passende Impellerpumpe auswählen und die Vorteile moderner Verdrängerpumpentechnik nutzen – zuverlässig, langlebig und sofort einsatzbereit.

Wir geben bereits vorab die wichtigsten Antworten

Allgemeine Informationen

Die Impellerpumpe gehört zu den selbstansaugenden Verdrängerpumpen. Ein flexibler Rotor (Impeller) mit mehreren Flügeln dreht sich in einem Gehäuse mit einem Exzenter (Nocken). Auf der Saugseite strecken sich die Flügel und erzeugen Unterdruck (Ansaugung). Auf der Druckseite werden die Flügel durch den Nocken zusammengedrückt, wodurch die Flüssigkeit aktiv verdrängt wird. Dies ermöglicht eine pulsationsarme und schonende Förderung.

Der größte Vorteil ist ihre hervorragende Selbstansaugfähigkeit. Im Gegensatz zu Kreiselpumpen, die in der Regel vor dem Anlaufen gefüllt sein müssen, kann die Impellerpumpe Luft verdrängen und Flüssigkeiten aus einer Tiefe von bis zu 5 bis 7 Metern ansaugen. Zudem bieten sie eine schonendere Förderung für empfindliche, scherempfindliche Medien und können zähe Flüssigkeiten besser handhaben.


Material & Beständigkeit

Die Wahl des Impeller-Materials ist entscheidend für die chemische Beständigkeit und Lebensdauer. Für Öle und Kraftstoffe wird häufig NBR (Nitrilkautschuk) verwendet. Für Säuren, Basen oder Lebensmittel kommt oft EPDM zum Einsatz, während Viton (FKM) für aggressive Lösungsmittel die beste Wahl ist. Falsches Material führt schnell zum Quellen oder zur Zerstörung des Impellers.

Die Temperatur des Mediums ist kritisch, da sie die chemische Beständigkeit und die Elastizität des Impeller-Materials beeinflusst. Überschreitet die Temperatur die Grenze des Materials (z. B. ca. 60°C für Neopren), wird der Impeller spröde oder weich, was die Förderleistung drastisch reduziert und zu schneller Zerstörung führt.


Anwendungsbereiche

Die Impellerpumpe ist ein Multitalent, das sowohl dünnflüssige Medien (wie Wasser oder Alkohole) als auch mittel- bis hochviskose Medien (wie Öle, Sirup, Lotionen oder Cremes) fördern kann. Die Verdrängung funktioniert auch bei hoher Zähigkeit sehr gut, solange die Viskosität die Grenze überschreitet, bei der die Flügel noch flexibel arbeiten können.

Sie wird bevorzugt für die Förderung von Wein, Bierwürze, Speiseölen, Milch, Soßen oder Sirup eingesetzt. Hauptgrund ist die schonende Behandlung der Medien (kein Aufschlagen, keine Emulsionszerstörung) und die hygienische Bauweise (oft Edelstahlgehäuse), die eine schnelle und vollständige CIP-Reinigung (Cleaning In Place) erlaubt.

Sie sind ideal für die Bilgenentleerung und als Lenzpumpen. Der Hauptgrund ist die ausgezeichnete Selbstansaugfähigkeit, da die Pumpe meist oberhalb des Wasserspiegels installiert ist und trocken anlaufen muss, um Wasser aus dem Bootsrumpf (Bilge) anzusaugen, das oft mit Ölresten oder Schlamm verschmutzt ist.


Ausstattung & Funktionen

Ja, die Förderrichtung kann bei den meisten Modellen sehr einfach durch eine Umpolung des Elektromotors geändert werden. Dies ist ein großer Vorteil beim Entleeren und Befüllen von Behältern oder Tanks, ohne dass die Schläuche oder Ventile umgesteckt werden müssen. Die Leistung kann in beide Richtungen gleich gut sein.

Schonende Förderung bedeutet, dass die Flüssigkeit mit minimalen Scherkräften transportiert wird. Dies ist essenziell für Medien wie Wein (verhindert Oxidation), Joghurt (schützt die Emulsion) oder empfindliche Polymerlösungen. Kreiselpumpen erzeugen durch hohe Geschwindigkeiten innere Reibung, welche diese empfindlichen Produkte beschädigen würde.

Der Nocken im Pumpengehäuse ist das Element, das die Verdrängung ermöglicht. Er reduziert das Volumen in der Pumpenkammer auf der Druckseite. Indem er die flexiblen Flügel zusammendrückt, zwingt er die im Raum eingeschlossene Flüssigkeit durch den Auslassstutzen in die Förderleitung und erzeugt so den benötigten Druck.


Technische Daten & Leistung

Impellerpumpen erzeugen typischerweise Drücke im Bereich von 1 bis 5 bar. Dieser Druck ist ausreichend für die meisten Umfüll- und Dosieranwendungen. Sie sind keine Hochdruckpumpen. Der erreichbare Druck hängt stark von der Drehzahl des Motors und der Elastizität des Impeller-Materials ab.

Die Förderleistung (Volumenstrom) wird primär durch die Drehzahl des Motors reguliert. Die Leistung ist annähernd proportional zur Drehzahl. Durch den Einsatz eines Frequenzumrichters kann die Drehzahl stufenlos eingestellt und somit die Fördermenge exakt an den Prozess angepasst werden.

Durch den zyklischen Verdrängungsvorgang (Öffnen und Schließen der Flügelkammern) ist der Förderstrom technisch gesehen pulsierend, wenn auch sehr gering. Bei Anwendungen, die einen absolut gleichmäßigen Fluss erfordern, kann ein Pulsationsdämpfer in die Druckleitung eingebaut werden, um die Schwingungen auszugleichen.


Wartung & Pflege

Impellerpumpen dürfen nur für eine sehr kurze Zeit trockenlaufen. Die Flüssigkeit ist das primäre Kühl- und Schmiermittel für den flexiblen Impeller und das Gehäuse. Ein längerer Trockenlauf führt zu Überhitzung und schneller Zerstörung der Flügel durch Reibungswärme. Moderne Pumpen haben oft eine Trockenlaufüberwachung oder eine Sicherheitsabschaltung.

Der Verschleiß wird hauptsächlich durch Reibung (besonders bei Trockenlauf oder hoher Drehzahl), chemische Aggressivität des Mediums (falsches Material) und das Fördern von abrasiven Partikeln verursacht. Die Lebensdauer variiert stark, kann aber bei richtiger Anwendung und schonendem Medium zwischen wenigen hundert und mehreren tausend Betriebsstunden liegen.

Ja, der Austausch des Impellers ist bei den meisten Modellen relativ einfach und gehört zu den Standardwartungsarbeiten. Der Pumpenkopf wird geöffnet, der verschlissene Impeller entnommen und der neue (mit der richtigen Dichtung und dem richtigen Material) eingesetzt. Dies reduziert die Wartungskosten und die Ausfallzeiten.

Wichtig ist die sofortige Spülung der Pumpe nach dem Gebrauch, besonders bei aggressiven oder klebrigen Medien, um ein Aushärten oder Angreifen des Impellers zu verhindern. Regelmäßige Kontrolle des Impellers auf Risse oder Abnutzung und die Vermeidung von Trockenlauf sind die wichtigsten Maßnahmen zur Verlängerung der Lebensdauer.


Technische Ausstattung

Im Industriebereich werden oft standardisierte Kupplungen oder Gewindestutzen (z. B. DN oder G-Gewinde) verwendet. In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie sind hygienische Anschlüsse wie Tri-Clamp oder Milchrohrverschraubungen Standard, da sie eine einfache und rückstandsfreie Reinigung (CIP-Fähigkeit) gewährleisten.

Ja, besonders in Laboren oder kleineren Produktionsanlagen. Durch die einfache Regulierung der Förderleistung über einen Frequenzumrichter kann die Impellerpumpe präzise und wiederholgenau dosieren. Die Auswahl des korrosionsbeständigen Materials (Gehäuse und Impeller) ist dabei zwingend erforderlich.

Die Impellerpumpe ist vergleichsweise tolerant gegenüber Feststoffpartikeln (z. B. Fruchtfleisch, kleine Schwebstoffe) im Vergleich zu anderen Pumpen, da die flexiblen Flügel kleine Partikel umschließen und weiterdrücken können. Allerdings ist sie nicht für grobe, harte oder sehr abrasive Medien (z. B. Sand, grobe Schlämme) geeignet, da diese den Impeller schnell abnutzen oder zerstören.