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Gefahrenanalyse nachfolgender Flüssigkeiten

 

Aceton bis 50%:

Leicht entzündlich, Dämpfe bilden explosionsfähige Gemische. Kann Augen und Atemwege reizen. Bei Hautkontakt Entfettung und Reizung möglich. Vorsicht bei Lagerung und Handhabung in unbelüfteten Bereichen.
 

AdBlue® bis 60°C:

Geringe akute Toxizität, aber nicht als Trinkwasserersatz geeignet. Kann Metall korrodieren. Bei Erwärmung oder Zersetzung Freisetzung von Ammoniak möglich, das ätzend und gesundheitsschädlich ist.
 

Alkohol:

Leicht entzündlich, Dämpfe können mit Luft explosionsfähige Gemische bilden. Wirkt narkotisierend beim Einatmen. Bei oraler Aufnahme toxisch. Vorsicht vor offenen Flammen und Zündquellen.
 

Ameisensäure ab 80%:

Hochkonzentriert ist sie stark ätzend und korrosiv. Verursacht schwere Verätzungen der Haut, Augen und Atemwege. Dämpfe sind reizend und toxisch. Unbedingt geeignete Schutzausrüstung tragen.
 

Ameisensäure bis 80%:

Ätzend und korrosiv, führt zu Reizungen und leichten Verätzungen von Haut und Schleimhäuten. Dämpfe sind atemreizend. Geringere Gefahr als hochkonzentrierte Säure, dennoch Schutzmaßnahmen nötig.
 

Ammoniak:

Stark ätzendes und reizendes Gas/Lösung. Verursacht schwere Augenschäden und Verätzungen der Haut sowie Atemwege. Kann in hohen Konzentrationen tödlich sein. Sehr charakteristischer, stechender Geruch.
 

Benzin:

Extrem leicht entzündlich, Dämpfe sind schwerer als Luft und bilden explosive Gemische. Gesundheitsschädlich beim Einatmen. Kann Hautreizungen und schwere Lungenschäden verursachen. Krebserregender Verdacht (Karzinogen).
 

Chlorbleichlauge:

Stark ätzend und reizend für Haut, Augen und Atemwege. Bei Kontakt mit Säuren entsteht das hochgiftige Chlorgas. Wirkt korrosiv auf Metalle. Nie mit Säuren mischen.
 

Chromsäure:

Sehr starkes Oxidationsmittel, extrem ätzend und korrosiv. Kann Brände auslösen bei Kontakt mit organischem Material. Hochgiftig und krebserregend (Karzinogen). Strikte Schutzmaßnahmen notwendig.
 

Diesel:

Brennbar, aber schwerer entzündlich als Benzin. Dämpfe können explosionsfähige Gemische bilden. Gesundheitsschädlich beim Einatmen. Gefahr der Hautreizung und Lungenaspirationsgefahr bei Verschlucken.
 

Eisen II/III Chlorid bis 60°C:

Ätzend und stark korrosiv, besonders bei höheren Temperaturen. Kann Haut und Augen reizen/verätzen. Gefährlich bei Kontakt mit Wasser, da Hitze und korrosive Dämpfe entstehen können.
 

Essigsäure ab 80%:

Hochkonzentriert ist sie stark ätzend und korrosiv. Verursacht schwere Haut- und Augenschäden. Dämpfe sind stark reizend und brennbar. Vorsicht bei offener Flamme, Brandgefahr.
 

Essigsäure bis 80%:

Ätzend und korrosiv. Kann zu Reizungen und Verätzungen der Haut und Schleimhäute führen. Konzentration unter 80% mindert die Gefahr, dennoch Schutzmaßnahmen (Handschuhe, Brille) erforderlich.
 

Ethanol:

Leicht entzündlich, Dämpfe bilden explosionsfähige Gemische. Kann Augen und Atemwege reizen. Wirkt systemisch toxisch bei oraler Aufnahme. Ähnliche Gefahren wie Alkohol, Vorsicht bei Zündquellen.
 

Ethylalkohol:

Chemisch identisch mit Ethanol, daher leicht entzündlich und bildend explosionsfähige Dämpfe. Wirkt narkotisierend und toxisch bei Aufnahme. Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen bei brennbaren Flüssigkeiten beachten.
 

Ethylenglykol:

Giftig bei oraler Aufnahme (schwere Nierenschäden, neurologische Schäden). Hautkontakt führt selten zu Problemen. Geringe Entzündbarkeit, aber Dämpfe können reizend sein. Nicht zum Trinken geeignet.
 

Flusssäure:

Extrem gefährlich, da sie tief in die Haut eindringt, ohne sofort Schmerz zu verursachen. Verursacht schwere, oft tödliche Verätzungen der Knochen (Kalziumbindung). Hochtoxisch. Sofortige ärztliche Behandlung nötig.
 

Frostschutzmittel:

Enthält meist Ethylenglykol, daher giftig bei Verschlucken. Gefahr von Nierenversagen. Geringe Entzündbarkeit. Behälter dicht verschlossen halten, um Verwechslung mit Trinkwasser zu vermeiden.
 

Glyzerin:

Nicht als gefährlich eingestuft, aber brennbar bei hohen Temperaturen. Dämpfe können bei starker Erhitzung reizend wirken. Hygroskopisch (zieht Wasser an). Geringe akute Toxizität.
 

Isocyanat:

Kann schwere Atemwegserkrankungen (Asthma) verursachen, auch bei geringer Exposition. Hochreaktiv mit Wasser. Haut- und Augenkontakt meiden. Sensibilisierende Wirkung (Allergieauslöser).
 

Kalkmilch:

Ätzend und reizend (hoher pH-Wert). Kann Augen und Haut reizen. Bildung von Staub bei Trocknung. Vorsicht beim Arbeiten in schlecht belüfteten Räumen.
 

Kerosin:

Brennbar (Schweröl), Dämpfe können explosionsfähige Gemische bilden. Gesundheitsschädlich. Kann zu Hautreizungen und Lungenaspirationsgefahr bei Verschlucken führen. Ähnliche Gefahren wie Diesel.
 

Lack:

Leicht entzündlich (Lösemittel), Dämpfe sind gesundheitsschädlich und brennbar. Kann Haut und Atemwege reizen. Einige Inhaltsstoffe können karzinogen oder sensibilisierend wirken. Gute Belüftung erforderlich.
 

Natriumhypochlorit ab 12,5%:

Stark ätzend und korrosiv. Reagiert mit Säuren unter Freisetzung von giftigem Chlorgas. Verursacht schwere Verätzungen. Hochkonzentriert besonders gefährlich.
 

Natriumhypochlorit bis 12,5%:

Ätzend und reizend. Gefahr der Chlorgasfreisetzung bei Kontakt mit Säuren. Geringere Ätzgefahr als hochkonzentriert, dennoch Schutzmaßnahmen nötig.
 

Natronlauge bis 60°C:

Stark ätzend (Basisch, hoher pH-Wert). Verursacht schwere Verätzungen der Haut und irreversible Augenschäden. Korrosiv auf Metallen. Vorsicht bei Handhabung.
 

Öle:

Geringe Entzündbarkeit, aber bei hohen Temperaturen brennbar. Können Rutschgefahr verursachen. Gebrauchtöle können krebserregende Stoffe enthalten. Gefahr der Gewässerverschmutzung.
 

Polyol:

Meist geringe Toxizität, aber einige Typen können Haut und Augen reizen. Wird oft in Kombination mit Isocyanaten verwendet (Vorsicht vor deren Gefahren). Geringe Entzündbarkeit.
 

Salpetersäure ab 10 %:

Stark ätzend und korrosiv. Verursacht schwere Verätzungen und giftige Stickoxide beim Erhitzen oder Reagieren mit Metallen. Starkes Oxidationsmittel.
 

Salpetersäure bis 10%:

Ätzend und reizend. Gefahr der Verätzung ist geringer als bei hoher Konzentration. Dennoch korrosive Wirkung. Geeignete Schutzkleidung und Augenschutz erforderlich.
 

Salzsäure:

Stark ätzend und korrosiv. Setzt ätzende und reizende Chlorwasserstoffdämpfe frei. Verursacht schwere Schäden an Haut, Augen und Atemwegen. Nur unter guter Belüftung handhaben.
 

Schmierstoffe:

Geringe Entzündbarkeit. Gebrauchtöle können gesundheitsschädliche Verbrennungsrückstände enthalten (Karzinogene). Gefahr der Gewässerverschmutzung. Rutschgefahr bei Leckagen.
 

Schwefelsäure ab 50%:

Hochkonzentriert ist sie extrem ätzend und korrosiv. Stark exotherme Reaktion bei Kontakt mit Wasser (Hitzeentwicklung). Verursacht schwere Verbrennungen.
 

Schwefelsäure bis 50%:

Ätzend und korrosiv. Verursacht Reizungen und Verätzungen. Geringere Gefahr als hochkonzentriert, aber Vorsicht vor exothermer Reaktion bei Verdünnung (immer Säure ins Wasser!).
 

Tulol:

Leicht entzündlich, Dämpfe bilden explosionsfähige Gemische. Gesundheitsschädlich (narkotisierende Wirkung, schädigt das zentrale Nervensystem). Gefahr der Hautreizung.
 

Wasserstoffperoxid:

Starkes Oxidationsmittel. Kann bei Kontakt mit brennbaren Materialien Brände oder Explosionen auslösen. Ätzend und reizend für Haut und Augen. Setzt Sauerstoff frei.
 

Zyanid:

Hochgiftig (sehr kleine Mengen können tödlich sein). Freisetzung von tödlichem Blausäuregas (HCN) bei Kontakt mit Säuren. Kontakt mit Haut, Augen und Atemwegen meiden. Sofortige Maßnahmen bei Exposition.