Druckluft Schmiergeräte für 25 kg
Allgemeine Informationen
Eine Druckluftfettpumpe ist eine Pumpe, die zum Fördern von Fetten der NLGI-Klassen 000 - 3 genutzt werden kann. Der Antrieb dabei erfolgt über Druckluft, z.B. über einen Kompressor. Typischerweise werden die Pumpen zum Abschmieren oder zum Befüllen der Behälter an Zentralschmieranlagen benutzt.
Die pneumatischen Fettpumpen werden an einen Kompressor oder an das Druckluftnetz angeschlossen. Die Pumpen können mit 2 – max. 8 bar Druckluft beaufschlagt werden, je nach gewünschter Förderleistung. Mithilfe der komprimierten Luft wird eine mechanische Bewegung im Inneren erzeugt. Der innen sitzende Kolben bewegt sich auf und ab. Durch das Auf- und Abfahren entsteht eine saugende und eine drückende Bewegung. Hier wird das Fett aus dem Eimer gesaugt und in den Förderschlauch gedrückt. Am Ende des Förderschlauches befindet sich in der Regel eine Fettpistole oder eine Kupplung, welche das Fett gezielt auftragen.
Der Vorteil von pneumatischen Fettpumpen gegenüber manuellen Fettpumpen ist, dass kein manuelles pumpen notwendig ist, man hat die Hände beim Arbeiten frei und kommt ohne körperliche Anstrengung aus. Mit einer Druckluft Fettpumpe kann sehr dosiert und gleichmäßig gearbeitet werden. Ebenfalls können große Mengen umgefüllt problemlos werden. Noch ein Vorteil ist, dass Druckluftfettpressen mit einem digitalen oder manuellen Zähler ausgestattet werden können, dies ist bei manuellen Fettpressen nicht möglich, da der Druck und die Abgabemenge nicht konstant genug sind. Für gelegentliche oder mobile Einsätze ist jedoch oftmals eine manuelle Pumpe empfehlenswerter.
Die Druckluft-Fettpumpen werden in der Industrie, Baugewerbe, Werkstätten oder in der Landwirtschaft eingesetzt. Die Pumpen finden Ihre Anwendung beim Abschmieren von Maschinen und Fahrzeugen sowie von Gleit- und Wälzlager, Ketten, Seilwinden oder Gelenken – überall da, wo regelmäßig viele Schmierstellen mit Fett zu versorgen sind.
Leistung & Kapazität
Die Förderleistungen von Druckluftfettpumpen können stark variieren - das hängt vom Modell, dem Luftdruck, der Viskosität des Fettes sowie dem Druckübersetzungsverhältnis ab. Es gibt Pumpen mit einer hohen Förderleistung von bis zu 25.000 g/min sowie mit einer Förderleistung von 2500 g/min. Die Förderleistung wird in der Regel in g/min oder l/min angegeben. Die tatsächliche Förderleitung hängt stark von den Umgebungsbedingungen ab.
Pneumatische Fettpressen eignen sich um Fördern von Schmierfetten auf Mineralöl- oder Synthesebasis, welche in der NLGI-Klasse 0 bis 3 eingeteilt sind. Häufig findet das Mehrzweckfett der NLGI-Klasse 2 ihre Anwendung.
Die Länge des Abgabeschlauches kann, je nach Modell, variieren. Standardmäßig wird ein 3 Meter Schlauch verwendet. Dieser ist für die meisten Anwendungen ausreichend. Allgemein ist eine Länge von 1,5 bis 15 Meter gängig. Bitte beachten Sie bei der Auswahl, dass längere Schläuche auch einen höheren Förderwiderstand bedeuten.
Im Allgemeinen liegt die Temperatur des Einsatzbereiches zwischen -10°C bis + 40°C. Bitte beachten Sie, dass die zulässige Umgebungstemperatur je nach Pumpentyp unterschiedlich sein kann.
Typischerweise liegt der Eingangsdruck bei 6 – 8 bar. Bei diesem Wert handelt es sich um den Druckbereich von gängigen Kompressoren. Der Mindestdruck bei pneumatischen Fettpressen beträgt 2 bar, der maximal zulässige Druck liegt bei 8 bar. Bitte beachten Sie hierbei auch immer das Druckübersetzungsverhältnis – je höher der Eingangsdruck, desto höher der Ausgabedruck.
Die Druckluftfettpumpen benötigen einen Eingangsdruck von mindestens 2 bar damit der Kolben im Pumpeninneren einen kompletten Hub machen kann. Bei weniger Eingangsdruck kann es ansonsten passieren, dass die Pumpe nicht mehr zufriedenstellend fördert. Die pneumatischen Fettpressen können mit maximal 8 bar Förderdruck beaufschlagt werden und bringen dann die maximale Förderleistung.
Der Luftverbrauch von pneumatischen Fettpumpen hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann nicht pauschalisiert werden. Es gibt große Hochleistungspumpe die pro Minute 1.000 Liter Luft/ Minute und mehr benötigen und wiederrum kleine Pumpen für 18 kg Fässer die nur 78 l Druckluft pro Minute benötigen.
Die Pumpen eignen sich für Fließfette der NLGI-Klassen 000-0 und für Fette der NLGI-Klassen 1-3. Allerdings wird die Förderleistung bei NLGI-Klasse 3 geringer sein und es sollte bei solch einem viskosen Fett darauf geachtet werden, dass es nicht bei zu niedriger Umgebungstemperatur gefördert wird.
Gern beraten wir, die Firma Sinntec Schmiersysteme GmbH, Sie ausführlich zu dem Thema.
Es gibt Druckluft Fettpumpen als fertiges Set für kleine Fettgebinde ab 5 kg mit einem entsprechenden Fettfolgekolben und Staubschutzdeckel. Die maximale Größe für solche Fettfördersets sind 200 kg Fässer. Es gibt auch ganz kleine pneumatische Fettpressen für 400g Kartuschen. Die sind dann so aufgebaut wie die 400 g Handfettpressen nur mit einem Druckluftanschluss anstelle eines Hebels.
Dies kann nicht pauschalisiert werden. Hier bestimmen die verschiedenen Parameter der Anwendung die Schlauchlänge. Was für Maschinen oder Fahrzeuge sollen abgeschmiert werden, also welcher Gegendruck herrscht an der Schmierstelle? Mit was für einem Fett soll geschmiert werden (Hoch- oder niedrigviskoses Fett)? Bei welchen Umgebungstemperaturen soll abgeschmiert werden? Wird noch ein Zählwerk verwendet? Wichtig ist auch welches Pumpenmodell genutzt wird. Je nach Übersetzungsverhältnis haben die Pumpen unterschiedlich hohe Ausgangsdrücke.
Ausstattung & Zubehör
Ein Druckluft Fettförderset setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Die Fettpresse sollte immer mit Fettfolgekolben und Staubschutzdeckel genutzt werden, damit ein optimales Ergebnis erreicht werden kann. Es gehört ein Fassadapter dazu mit dem die Pumpe am Staubschutzdeckel befestigt wird und welcher das ganze System abdichtet. Ebenfalls im Set enthalten ist eine Druckluftwartungseinheit mit Manometer sowie ein Abgabeschlauch und eine Fettpistole mit 4-Backen Mundstück. Optional kann das Set noch durch einen Fahrwagen, einen Zähler oder z.B. einen Schlauchaufroller ergänzt werden.
Ja, es gibt Fettfördersets mit Fahrwagen. Typischerweise finden diese Sets ihre Anwendung in Werkstätten, in der Landtechnik oder Industrie. Bei der Auswahl sollte auf die passende Gebinde Größe geachtet werden.
Standardmäßig werden klassische Fettpistolen mit 4-Backen Mundstück als starre oder flexible Ausführung mit Schlauch verwendet. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit eine Fettpistole mit Zähler mit oder ohne Mengenvorwahl zu montieren. Je nach Kundenwunsch ist auch hier die Wahl zwischen einen starren oder flexiblen Auslass möglich. Anstelle des 4-Backen Mundstücks kann auch ein Mundstück für Flachkopfschmiernippel, für Bajonettschmiernippel oder Kugelschmiernippel verwendet werden.
Nein, ein Manometer ist nicht zwingend notwendig für den Betrieb einer Druckluft Fettpresse. Es hilft allerdings bei der Fehlerdiagnose und ermöglicht sicheres und kontrolliertes Arbeiten. Es besteht die Möglichkeit ein Manometer auf der Druckluftseite zwischen Pumpen und Kompressor anzubringen und ein Fettmanometer zwischen die Pumpe und dem Abgabeschlauch zu installieren. Oftmals ist bereits eine Wartungseinheit (Manometer, Öler, Druckregler) im Lieferumfang enthalten.
Es gibt verschiedene Anschlussmöglichkeiten. Gängige Kupplungen sind z.B. die Maulkupplung (4-Backen Mundstück), die Flachkupplung für Flachkopfschmiernippel, Kupplungen für Bajonettschmiernippel oder Kugelschmiernippel. Zum Befüllen von Zentralschmierpumpen werden auch gerne Schnellverschlusskupplungen genutzt, welche einmal am Behälter selbst sowie das Gegenstück am Schlauchende der Fettpresse montiert werden.
Ja, es sind auch Fettpressen-Sets mit Mengenzählwerk erhältlich – alternativ kann das Mengenzählwerk separat bezogen werden. Es gibt digitale Mengenzähler mit und ohne Mengenvorwahl. Alle Varianten verfügen über eine Anzeige für die Gesamtabgabemenge, die nicht zurückgesetzt werden kann, sowie über eine rückstellbare Anzeige für die Teilmengenzählung.
Wartung & Pflege
Die Pumpen sollen einer regelmäßigen Prüfung unterzogen werden. Eine richtige Wartung ist entscheidend für die Lebensdauer und Betriebssicherheit. Zum Beispiel sollten Sie, wenn das Fettgebinde gewechselt wird, den Fettfolgekolben und den Staubschutzdeckel auf Intaktheit überprüfen. Schläuche und Kupplungen sollten regelmäßig kontrolliert werden auf Risse, Abnutzungen und Dichtigkeit. Ebenfalls lohnt es sich die Pumpen regelmäßig mit Öl zu spülen und grobe Verschmutzungen zu entfernen.
Die pneumatischen Fettpressen sollten regelmäßig von getrocknetem, alten und verharzten Fett befreit werden. Wenn das Fettgebinde geleert wird, lohnt es sich die Pumpe mit Öl zu spülen und auf Intaktheit zu überprüfen. Wichtig hierbei: bitte vermeiden Sie die Verwendung von Lösungsmittel im Inneren oder die Reinigung mit Wasser.
Häufig muss der Fettfolgekolben ausgetauscht werden, wenn die Gummilippe verschlissen ist. Ebenfalls sind häufig Dichtungen, Ventile oder das Manometer betroffen. Auch kommt es vor, dass der Kunststoffschieber im Drucklufteingang getauscht werden muss. Wenn geölte Druckluft genutzt wird, kann es vorkommen, dass der Druckluftschieber verharzt.
Wenn die Pumpen mit Fettgebinde gelagert werden, ist es wichtig, dass das System aufrecht gelagert wird. Die Pumpen sollten nicht im Freien gelagert und fern von Wind und Feuchtigkeit aufbewahrt werden.
Kauf & Kosten
Dies kann nicht pauschalisiert werden. Je nach Modell und Zubehörteilen können Sie mit 150 Euro (stationär, ohne Fahrwagen) bis 2.500 Euro (Industrieanlagen) rechnen.
Am einfachsten ist es eine pneumatische Fettpresse online zu kaufen, da es hier eine große Auswahl an Modellen und Herstellern gibt. Die Firma Sinntec Schmiersysteme GmbH steht Ihnen gerne bei der Auswahl einer geeigneten Pumpe zur Seite. Wer die Pumpe allerdings lieber im Einzelhandel vor Ort kaufen möchte, der kann sich an den technischen Großhandel oder einen Werkstattausrüster wenden.
Es gibt verschiedene namenhafte Hersteller für Druckluft Fettpressen. Empfehlenswert sind zum Beispiel die Produkte der Firmen: Flexbimec, SKF, Samoa, Meclube, Pressol, Rapid oder Graco.
Beim Kauf einer Druckluft Fettpumpe ist es sehr wichtig, darauf zu achten, dass der Fettfolgekolben und der Staubschutzdeckel so wie die Pumpenlänge passend für das Fettgebinde sind aus dem gefördert werden soll. Daher sollte man dem Verkäufer immer den oberen Innen- und Außendurchmesser sowie die Höhe des Fettgebindes mitteilen, dann kann eine optimale Funktion der Pumpe gewährleistet werden. Ebenfalls müssen Sie die verschiedenen Parameter (Viskosität, Temperatur, Förderdruck und Fördermenge) bei der Auswahl beachten. Teilen Sie uns Ihre Anforderungen mit, gerne hilft Ihnen das Team der Firma Sinntec Schmiersysteme GmbH bei der Auswahl.
Natürlich gibt es einen Markt für gebrauchte Druckluft Fettpumpen. Von der Firma Sinntec Schmiersysteme GmbH wird generell nur Neuware verkauft.
Die Betriebskosten die für eine Druckluft Fettpumpe anfallen sind höher als die, die für eine elektrische Pumpe. Das liegt daran, dass Kompressoren viel Strom verbrauchen um die benötigte Luft zu komprimieren. In der Regel kostet Druckluft 5 – 10x mehr als Strom. Jedoch sind Druckluft Pumpen häufig robuster und langlebiger als elektrische Pumpen. Es ist empfehlenswert eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen.
Problemlösung & Sicherheit
Wenn die Druckluft Fettpumpe nicht mehr richtig Fett fördert, kann das mehrere Ursachen haben. Zum einen kann es vorkommen, dass zu viel Luft im System ist, ein unzureichender Luftdruck vorliegt, die Fettfolgeplatte nicht mehr ordnungsgemäß abdichtet/ porös ist oder Dichtungen verschlissen sind.
Bitte überprüfen Sie in diesem Fall, ob das System irgendwo undicht ist. Ein Druckverlust weist meistens auf Undichtigkeiten oder Verschleiß hin. Bitte überprüfen Sie in dem Fall alle Komponenten wie Dichtungen, Ventil, Förderschlauch und Kupplungen.
Achten Sie darauf, dass die Pumpe fest im Gebinde steht und ordnungsgemäß an die Druckluft angeschlossen ist. Folgende Sicherheitsvorschriften sind grundsätzlich empfehlenswert: das Tragen von PSA, nie das System unter Druck trennen oder prüfen, regelmäßige Wartung und Dichtheitsprüfungen vornehmen.
Ja es ist empfehlenswert im Einsatz mit Druckluft Fettpumpen einen Kompressor mit Ölfilter zu benutzen. Ölhaltige Druckluft könnte sonst die Dichtungen und Ventile der Pumpe angreifen und zu verstopften Leitungen und Druckverlust führen.
Kontrollieren Sie die Pumpe, mithilfe der Bedienungsanleitung, auf mögliche Defekte. Bevor Sie das Gerät eigenhändig öffnen, wenden Sie sich bitte an den Hersteller bzw. Verkäufer da sonst ein Garantieverlust droht.