Pneumatikpumpen
PNEUMATIKPUMPEN
Ideal für Einleitungsschmiersysteme
Wir bieten Ihnen eine große Auswahl an pneumatischen Kolbenpumpen für die Schmierung mit Öl, Fliessfett oder Fett unterschiedlicher Hersteller. Anwendungen findet statt bei Prozess- und Verpackungsmaschinen, Kettenschmierung, Fördertechnik, Textilmaschinen, Werkzeugmaschinen uvm. Die Kolbenpumpen zeichnen sich durch einen kompakten und leichten Aufbau aus. Gern stellen wir Ihnen ein auf Sie zugeschnittenes Set, bestehend aus allen benötigten Komponenten, an.
Entdecken Sie die Pneumatikpumpe, die zu Ihren Bedürfnissen passt
Mit einer Pneumatikpumpe aus unserem Shop entscheiden Sie sich für bewährte Zuverlässigkeit, präzise Dosierung und maximale Betriebssicherheit. Wir bieten Ihnen Pumpen bekannter und bewährter Hersteller an.
Dank der breiten Auswahl an kompatiblen Komponenten und Pumpentypen erhalten Sie immer genau die Lösung, die zu Ihrer Maschine und Ihrem Schmierstoff passt – individuell konfiguriert und sofort einsatzbereit.
Setzen Sie auf Qualität, die reibungslos arbeitet, und auf ein System, das perfekt zu Ihnen passt. Sinntec liefert Pneumatikpumpen, bei denen alles zusammenpasst – von der Planung bis zum letzten Tropfen Schmierstoff.
Aufbau und Funktionsweise einer Pneumatikpumpe
Eine pneumatisch betriebene Kolbenpumpe ist das Kraftpaket, das den Schmierstoff – meist Öl oder Fließfett – aus einem Vorratsbehälter durch das System presst. Ihr Antrieb basiert auf dem Prinzip der Druckluftumwandlung.
Das Herzstück: Kolben und Druckluft
- Der Antrieb: Die Pumpe wird über einen Druckluftanschluss mit Druckluft versorgt. Diese Druckluft steuert einen sogenannten Pneumatikkolben.
- Die Bewegung: Die Druckluft schiebt den Pneumatikkolben in eine Richtung. Dieser Kolben ist mechanisch mit einem kleineren Schmierstoffkolben verbunden, der in einem Zylinder sitzt und direkten Kontakt zum Schmierstoff hat.
- Die Druckerzeugung: Da der Pneumatikkolben eine größere Fläche hat als der Schmierstoffkolben, wird der auf den Schmierstoff übertragene Druck vielfach höher als der ursprüngliche Druckluftdruck. Dieses Übersetzungsverhältnis ermöglicht Förderdrücke von bis zu 100 bar oder mehr.
- Der Hub: Beim Ansaughub saugt der Schmierstoffkolben Schmierstoff aus dem Vorratsbehälter an. Beim Druckhub wird der Schmierstoff mit hohem Druck in die Hauptleitung gepresst.
- Die Umschaltung: Eine integrierte Steuerung im Pumpenkopf sorgt dafür, dass die Druckluft nach dem Druckhub umgeleitet wird. Der Kolben fährt zurück – der Zyklus beginnt von Neuem.
Die wichtige Druckentlastung
Nachdem die Pumpe den Schmierstoff unter Druck in die Hauptleitung gepresst hat, muss das System für den nächsten Schmierzyklus wieder druckentlastet werden. Dies ist besonders wichtig bei sogenannten Einleitungssystemen. Die Pneumatikpumpen für diese Systeme verfügen über eine eingebaute Entlastungseinrichtung (Ventil).
Sobald der Pumpenkolben seinen Druckhub beendet hat und zurückfährt, öffnet dieses Ventil und der Druck in der Hauptleitung fällt ab. Dieser Druckabfall ist das Signal für die angeschlossenen Dosierventile, den Schmierstoff für den nächsten Zyklus bereitzustellen.
Die präzise Regelung der Schmierstoffmenge kann bei Pneumatikpumpen über die zugeführte Druckluft gesteuert werden – je geringer der Luftdruck, desto feiner die Dosierung.
Die Vorteile mit Sinntec
- Maßgeschneiderte Systemlösung: Dank einer Vielfalt an Pumpen (pneumatisch, elektrisch, manuell), Verteilern, Schläuchen und Verschraubungen verschiedener Hersteller (z. B. SKF/Vogel oder Groeneveld-Beka) kann Sinntec für jede Maschine die ideale Kombination zusammenstellen.
- Neutralität und Herstellerunabhängigkeit: Durch die große Markenauswahl kann Sinntec objektiv beraten und das beste Produkt für den jeweiligen Einsatz wählen.
- Ersatzteilversorgung und Kompatibilität: Auch ältere Systeme können durch das breite Sortiment schnell mit Ersatzteilen oder kompatiblen Komponenten versorgt werden – das minimiert Stillstände.
- Kosten- und Leistungsoptimierung: Durch unterschiedliche Preisklassen und Leistungsbereiche lässt sich jedes System effizient und bedarfsgerecht auslegen.
Anwendungsfälle für Zentralschmieranlagen mit Pneumatikpumpen
Pneumatische Schmiersysteme sind robust, einfach zu installieren und präzise dosierbar – ideal für viele Branchen und Einsatzbereiche.
- Landmaschinen und Agrartechnik: Für Traktoren, Erntemaschinen und Pressen. Regelmäßige Schmierung unter rauen Bedingungen verhindert Ausfallzeiten während der Ernte.
- Industrielle Fertigung: Für Verpackungs-, Textil- und Druckmaschinen. Schmierung an schwer zugänglichen Stellen ohne Produktionsstopp.
- Werkzeugmaschinen: Schmierung von Linearführungen und Lagern mit Fließfett oder Öl für hohe Präzision und lange Lebensdauer.
- Mobile Fahrzeuge: Automatische Schmierung für Nutzfahrzeuge oder Transportmaschinen, die mehrmals täglich gewartet werden müssen.
- Anlagen mit Druckluftversorgung: Ideal, wo Druckluft ohnehin vorhanden ist – kein zusätzlicher elektrischer Anschluss nötig.
Sinntec ist Ihr Partner für Zentralschmieranlagen
Mit einer pneumatisch betriebenen Zentralschmieranlage aus unserem Shop setzen Sie auf ein System, das Effizienz, Präzision und Sicherheit vereint. Alle Komponenten sind optimal aufeinander abgestimmt, sodass Ihre Maschinen zuverlässig laufen – selbst unter härtesten Einsatzbedingungen.
Sichern Sie sich jetzt Ihre maßgeschneiderte Schmierlösung – individuell geplant, komplett geliefert und sofort einsatzbereit. Haben Sie noch Fragen? Kontaktieren Sie uns über das Kontaktformular oder rufen Sie uns an unter +49 (0) 5071 97903 0. Unser Expertenteam hilft Ihnen gerne weiter und unterstützt Sie auch bei technischen Fragen.
Wir beantworten die wichtigsten Fragen vorab
Allgemeine Informationen
Eine Pneumatikpumpe ist eine Pumpe, die Druckluft als Antriebsenergie nutzt, um Schmierstoffe (Öl oder Fett) aus einem Vorratsbehälter unter hohem Druck in das Zentralschmiersystem zu fördern. Sie wandelt den geringeren Luftdruck über Kolbenübersetzung in den benötigten hohen Schmierstoffdruck um. Sie ist ideal, wo Druckluft verfügbar ist und keine Elektrizität benötigt wird.
Der hohe Druck entsteht durch das Übersetzungsverhältnis der Kolbenflächen. Der große Pneumatikkolben wird durch niedrigen Luftdruck angetrieben und überträgt die Kraft auf einen viel kleineren Schmierstoffkolben. Dieses Verhältnis der Flächen führt zur Multiplikation des Drucks, was Drücke von bis zu 400 bar (je nach Modell) ermöglicht.
Pneumatikpumpen sind sehr vielseitig und eignen sich sowohl für Öle als auch für Fließfette (Fett der NLGI-Klassen 000 bis 2). Wichtig ist die Abstimmung der Pumpenkonstruktion (Kolben, Dichtungen) auf die Viskosität des Mediums. Die Wahl hängt vom spezifischen Schmiersystem und der Anwendung ab.
Die Hauptvorteile sind ihre Robustheit, der geringere Wartungsaufwand und die Unabhängigkeit von einer elektrischen Spannungsversorgung (nur Druckluft nötig). Sie sind oft kostengünstiger in der Anschaffung und einfacher in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX) einsetzbar, da keine Funkengefahr besteht.
Anwendungsbereiche
Sie werden hauptsächlich in progressiven Systemen (mit Verteilern) und Einleitungs-Verbrauchssystemen (mit Dosierventilen) verwendet. Aufgrund ihrer hohen Druckleistung sind sie auch für lange Leitungen und viele Schmierstellen geeignet, wie sie oft in großen mobilen Anlagen vorkommen.
Ausstattung & Funktionen
Die Fördermenge wird meist über zwei Faktoren eingestellt: 1. Die Druckluftzufuhr (Druck und Volumenstrom) zur Pumpe und 2. die Steuerung (externes Ventil oder SPS), die die Schmierintervalle und damit die Laufzeit der Pumpe festlegt. Bei manchen Modellen kann auch die Hublänge mechanisch eingestellt werden.
Das Übersetzungsverhältnis (z.B. 50:1) gibt an, um wie viel der Schmierstoffdruck höher ist als der zugeführte Druckluftdruck. Bei 50:1 und 6 bar Luftdruck beträgt der maximale Schmierdruck theoretisch 6 bar×50=300 bar. Es ist ein Maß für die Leistungsfähigkeit der Pumpe.
Das Rückschlagventil verhindert, dass der Schmierstoff aus der Hauptleitung in den Vorratsbehälter zurückfließt, wenn die Pumpe im Rückhub ist oder ausgeschaltet wird. Es hält den Druck im System aufrecht und gewährleistet die korrekte Funktion der Dosierventile.
Ja, die Pumpe selbst benötigt eine externe Steuerung (häufig ein Zeitgeber oder eine SPS), welche die Druckluftzufuhr über ein Magnetventil taktet. Diese Steuerung legt fest, wann und wie lange die Pumpen aktiv ist, um das korrekte Schmierintervall einzuhalten.
Bedienung & Wartung
Wichtig ist die regelmäßige Kontrolle des Luftfilters und des Wasserabscheiders in der Druckluftzufuhr, um Korrosion zu vermeiden. Die Dichtungen und der Schmierstoffkolben sollten auf Verschleiß geprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden. Auch die Sauberkeit des Schmierstoffbehälters ist essenziell.
Der minimale Betriebsdruck variiert je nach Pumpenmodell und gewünschtem Schmierstoffenddruck, liegt aber oft zwischen 3 und 6 bar. Entscheidend ist, dass der Druck ausreicht, um den Schmierstoff gegen den Leitungs- und Schmierstellwiderstand zu drücken.
Bei sachgemäßer Wartung und sauberer Druckluft kann eine hochwertige Pneumatikpumpe viele Jahre (oftmals 5 bis 10 Jahre oder länger) in Betrieb sein. Die Lebensdauer hängt stark von der Belastung, der Qualität der Dichtungen und der Aggressivität des verwendeten Schmierstoffs ab.
Problemlösung
Ein kompletter Ausfall wird meist durch fehlende Druckluftzufuhr (defektes Ventil, Schlauchbruch), eine schwere Verunreinigung im Schmierstoff, welche die Kolben blockiert, oder durch einen mechanischen Defekt im Steuerventil der Pumpe (welches den Kolben hin und her bewegt) verursacht.
Dies deutet auf einen internen Leck oder einen Ansaugfehler hin. Mögliche Ursachen sind: Leere Vorratsbehälter, Luft im System (besonders beim Fett), verschlissene oder beschädigte Dichtungen am Schmierstoffkolben oder ein defektes Rückschlagventil an der Pumpenausgangsseite.
Eine zu geringe Druckluftzufuhr (Druck oder Volumenstrom), ein verstopfter Luftfilter, ein zu dickflüssiges Fett (besonders bei Kälte) oder eine teilweise Verstopfung in der Hauptleitung können die Ursache sein. Die Pumpe benötigt eine freie Druckentlastung, um korrekt in den nächsten Zyklus zu gehen.
Luft im System, oft als „Kavitation“ bezeichnet, äußert sich durch unregelmäßige Pumpgeräusche oder ein „stotterndes“ Fördern. Sie können versuchen, die Anlage langsam und bei niedrigem Druck zu betreiben oder die Entlüftungsschraube an der Pumpe zu öffnen (falls vorhanden), bis blasenfreies Fett oder Öl austritt.
Kondenswasser bildet sich, wenn feuchte Druckluft abkühlt. Es kann die internen Teile der Pumpe korrodieren lassen und die Funktion stören. Zur Vermeidung sollten Wasserabscheider und Trockner in der Druckluftleitung installiert werden, idealerweise unmittelbar vor der Pumpe.
Kauf & Ausstattung
Absolut. Ein Manometer ist essentiell, um den tatsächlichen Schmierdruck zu überwachen. Es dient als wichtiges Diagnosewerkzeug, um Verstopfungen (Druck steigt zu hoch) oder Undichtigkeiten (Druck wird nicht aufgebaut) im System frühzeitig zu erkennen.
Eine Pneumatikpumpe kann Druckspitzen erzeugen, die kurzzeitig Druckabfälle kompensieren. Sinkt der Schmierdruck jedoch aufgrund eines Lecks oder einer Verstopfung dauerhaft, muss der Auslöser behoben werden. Die Pumpe versucht kontinuierlich, den eingestellten Druck aufrechtzuerhalten, solange sie Druckluft erhält.
Nein, Pneumatikpumpen sind für den automatischen Betrieb über eine getaktete Druckluftsteuerung ausgelegt. Sie benötigen den ständigen Wechsel des Luftdrucks, um den Kolbenzyklus durchzuführen. Für den manuellen Betrieb werden Handpumpen oder hydraulische Pumpen verwendet.