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Fasspumpen



Fasspumpen – Sicherer und effizienter Umgang mit Flüssigkeiten

Fasspumpen sind unverzichtbar, wenn flüssige Medien sicher, sauber und effizient aus Fässern oder IBC-Containern entnommen werden sollen. Ob Schmieröle, Chemikalien, Kraftstoffe oder hochviskose Flüssigkeiten – sie sorgen für präzise Dosierung, kontrollierten Durchfluss und maximalen Schutz für Anwender und Umwelt.

Manuelles Abfüllen gehört damit der Vergangenheit an: Kein Verschütten, keine Dämpfe, keine unkontrollierte Förderung. Stattdessen bieten moderne Fasspumpen von Sinntec eine durchdachte Lösung für jeden Einsatzbereich – vom einfachen Entleeren von Ölfässern bis hin zur ATEX-zertifizierten Förderung explosionsgefährlicher Medien.

In vielen Industrie-, Gewerbe- und Landwirtschaftsbereichen werden flüssige Betriebsstoffe – von Ölen und Chemikalien bis hin zu Kraftstoffen – in Fässern oder IBC-Containern gelagert. Das manuelle Entnehmen dieser Flüssigkeiten ist oft mühsam, ungenau und vor allem unsicher. Hier kommen Fasspumpen ins Spiel, die eine saubere, präzise und sichere Förderung ermöglichen. Diese Pumpen sind spezielle Vertikalpumpen, die direkt in die Öffnung des Behälters eingeführt werden.

Das Grundprinzip der Fasspumpe

Eine Fasspumpe ist im Kern eine Tauchpumpe, deren lange, schlanke Bauform es ermöglicht, den Pumpenfuß bis zum Boden eines Standardfasses oder IBC-Containers abzusenken.

  • Das Pumpenrohr (Tauchrohr): Das lange Rohr, das in das Fass eintaucht und die Welle der Pumpe umschließt.
  • Der Pumpenfuß: Enthält die eigentliche Pumpeinheit (z. B. ein Axial- oder Radiallaufrad) und den Ansaugstutzen.
  • Die Pumpenwelle: Verbindet Motor und Pumpenfuß und überträgt die Antriebsbewegung.
  • Der Motor: Die Antriebseinheit, meist elektrisch oder pneumatisch, sitzt oben auf dem Pumpenrohr.

Funktionsweise: Der Motor treibt die Pumpenwelle an, die das Laufrad im Pumpenfuß in Rotation versetzt. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der die Flüssigkeit ansaugt und über das Pumpenrohr nach oben fördert. Am oberen Ende wird sie über einen Schlauch oder eine Zapfpistole ausgegeben.

Die verschiedenen Pumpensysteme im Überblick

Fasspumpen Sets

Komplettlösungen mit allen benötigten Komponenten:

  • Pumpe (Rohr und Fuß)
  • Passender Motor (elektrisch oder pneumatisch)
  • Fassadapter zur Fixierung
  • Förderschlauch und Zapfpistole
  • Erdungszubehör und Filter

Vorteil: Maximale Kompatibilität und sofortige Einsatzbereitschaft.

Fasspumpen einzeln

Ideal für Anwender mit vorhandenen Motoren oder verschiedenen Medien. Das Pumpenrohr ist je nach Medium aus korrosionsbeständigem Material gefertigt, etwa:

  • Polypropylen (PP) für Chemikalien
  • Edelstahl (V2A/V4A) für neutrale Flüssigkeiten oder Lebensmittel

Fasspumpen für IBC-Container

Für größere Behälter mit ca. 1000 Litern Volumen:

  • Längere Pumpenrohre (ca. 1200 mm)
  • Größere Adapteröffnungen
  • Materialien wie Edelstahl oder PVDF für Chemikalien

Pumpwerke für Fasspumpen

Das Pumpwerk besteht aus Rohr, Welle und Pumpenfuß – ohne Motor. Die Materialauswahl richtet sich nach der chemischen Beständigkeit:

  • PP: Für leichte Säuren und Laugen
  • PVDF: Für hochaggressive Chemikalien
  • Edelstahl: Für Kraftstoffe, Öle und Lebensmittel

Motoren für Fasspumpen

  • Elektromotoren: Leistungsstark, ideal für dünnflüssige Medien wie Diesel oder Wasser. Einfach im Handling, benötigen jedoch Stromanschluss.
  • Druckluftmotoren: Sicher bei entflammbaren Medien, da funkenfrei. Perfekt für explosionsgefährdete Bereiche (ATEX).

Spezielle Pumpentechnik

ATEX-Fasspumpen

Für den sicheren Umgang mit entzündlichen Flüssigkeiten. Leitfähige Materialien und Erdung verhindern elektrostatische Aufladung. Motor und Pumpe sind funkenfrei konstruiert und nach ATEX-Richtlinie 2014/34/EU zertifiziert.

Exzenterschneckenpumpen

Für hochviskose Medien wie dickflüssige Öle, Klebstoffe oder Cremes. Der Rotor-Stator-Aufbau ermöglicht eine gleichmäßige, schonende Förderung – ideal für Flüssigkeiten über 1000 mPas. Leistung bleibt auch bei hoher Viskosität konstant.

Sinntec – Ihr Mehrwert durch Vielfalt

  • Spezialisierung auf Viskosität: Auswahl an Exzenterschnecken- und Axialpumpen für jede Förderkonsistenz.
  • Chemische Beständigkeit: Pumpwerke aus PP, PVDF und Edelstahl für maximale Lebensdauer.
  • ATEX-Kompetenz: Zertifizierte Sicherheit für explosive Medien und fachkundige Beratung zur richtigen Zoneneinteilung.
  • Modulares System: Einzelkomponenten oder komplette Sets – flexibel kombinierbar für jede Anwendung.

Mit der breiten Produktpalette von Sinntec erhalten Sie nicht nur eine Pumpe, sondern eine durchdachte Systemlösung – sicher, langlebig und exakt auf Ihre Anwendung abgestimmt.

Wir unterstützen Sie bei der Auswahl

Die Wahl der richtigen Fasspumpe entscheidet über Sicherheit, Effizienz und Langlebigkeit Ihrer gesamten Förderanlage. Mit der Produktvielfalt von Sinntec finden Sie garantiert das passende System – von der Standardpumpe bis zur Exzenterschneckenpumpe mit ATEX-Schutz.

Jetzt Fasspumpe im Sinntec-Onlineshop finden – passgenau, sicher und sofort einsatzbereit. Optimieren Sie Ihren Flüssigkeitstransfer mit System, made for industry.

Problemlösungen

Das Ansaugen der Flüssigkeit ist der erste kritische Schritt. Wenn die Pumpe trocken läuft, ist entweder der Pumpenfuß nicht tief genug in das Medium eingetaucht (Fass fast leer) oder es befindet sich Luft im Pumpensystem. Ein geknickter oder blockierter Saugschlauch (oder Auslauf) kann ebenfalls den Ansaugvorgang verhindern.
Lösung: Füllstand prüfen. Schlauchverbindungen auf Knicke/Verstopfungen prüfen. Manche Pumpen müssen vor dem Start manuell entlüftet oder kurzzeitig geflutet werden.

Ein plötzlicher Leistungsabfall deutet darauf hin, dass die Pumpe die Flüssigkeit nicht effizient transportieren kann. Bei Zentrifugalpumpen ist dies oft auf Verstopfungen am Filter (Sieb) im Pumpenfuß oder auf eine erhöhte Viskosität des Mediums (z.B. Öl bei Kälte) zurückzuführen. Langfristiger Leistungsverlust entsteht durch Verschleiß des Laufrades oder des Rotors.
Lösung: Filter reinigen. Medium vor dem Pumpen erwärmen. Bei starkem Verschleiß das Pumpwerk austauschen.

Ein defekter Elektromotor oder eine sofortige Abschaltung ist ein Sicherheitssignal. Prüfen Sie zuerst die Sicherung im Stromkreis. Eine häufige Ursache ist ein zu hoher Gegendruck (z.B. verstopfter Schlauch oder geschlossenes Ventil), der den Motor überlastet. Bei 3-Phasen-Motoren kann auch eine falsche Phasenfolge zu Problemen führen.
Lösung: Gegendruck prüfen und reduzieren. Elektrische Anschlüsse und Spannungsversorgung prüfen.

Überhitzung ist primär ein Problem der Wärmeabfuhr und Überlastung. Ursächlich ist oft ein Dauerbetrieb, der die vom Hersteller freigegebene maximale Einschaltdauer (ED) überschreitet. Zudem führt ein erhöhter Widerstand im Pumpenwerk (durch zähflüssiges Medium oder Verstopfung) zu einer ständigen Überlastung des Motors.
Lösung: Einschaltdauer des Motors beachten (Abkühlpausen einhalten). Gegendruck und Viskosität des Mediums prüfen.

Druckluftmotoren sind robust, aber empfindlich gegenüber der Luftqualität. Die häufigste Ursache ist ein zu geringer Luftdruck oder ein ungenügender Volumenstrom (Menge an Luft), was zu geringer Leistung führt. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann es zur Vereisung der Abluftanschlüsse kommen.
Lösung: Druckluftzufuhr auf Mindestanforderung prüfen. Druckluftfilter und Trockner installieren. Bei Vereisung kann eine leichte Öldosierung in die Luftzufuhr helfen.

Exzenterschneckenpumpen sind für zähe Medien konzipiert, können aber bei extrem kalter oder hochviskoser Flüssigkeit versagen. Auch eine Beschädigung des Rotors oder ein Quellen des Stators (Elastomer) durch ein inkompatibles Medium kann zum Stopp führen.
Lösung: Medium erwärmen, um die Viskosität zu reduzieren. Rotor und Stator auf Beschädigung oder Quellung prüfen und gegebenenfalls ersetzen.

Das Austreten von Flüssigkeit an der Fassöffnung stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Dies geschieht, wenn der Fassadapter/Dichtung nicht chemikalienbeständig ist (Quellen/Schrumpfen) oder die Dichtung falsch montiert/beschädigt ist. Bei schnellem Pumpen kann auch ein fehlendes oder blockiertes Entlüftungsventil im Fass zu einem leichten Überdruck führen.
Lösung: Dichtungsmaterial auf chemische Beständigkeit prüfen. Fassadapter fest verschrauben. Entlüftung des Fasses sicherstellen.

Austritt von Medium aus dem Pumpenrohr (nicht am Auslauf) deutet auf eine Undichtigkeit im System hin. Dies kann ein Riss im Pumpenrohr selbst (durch mechanische Belastung oder chemische Schädigung) oder eine defekte Wellendichtung zwischen Motor und Pumpenrohr sein.
Lösung: Das Pumpenrohr auf Risse prüfen und bei Beschädigung ersetzen. Bei Austritt an der Motor-Pumpenrohr-Kopplung die Wellendichtungen prüfen und austauschen.

Eine Überschreitung der zulässigen Oberflächentemperatur ist ein ernstes ATEX-Sicherheitsrisiko. Dies kann passieren, wenn der Motor überlastet wird (z.B. durch Dauerbetrieb oder Verstopfung) und die Temperatur in der Ex-Zone zu hoch wird.
Lösung: Betriebsparameter genau einhalten (z.B. max. Einschaltdauer). Sicherstellen, dass der Motor für die korrekte ATEX-Temperaturklasse ausgelegt ist. Erdungsklemmen prüfen, um elektrostatische Entladung zu verhindern.

Ein Abschalten bei entzündlichen Medien kann durch die Sicherheitslogik des ATEX-Motors (z.B. Überhitzungsschutz) oder durch einen elektrostatischen Entladungsvorgang verursacht werden, wenn die Erdung fehlerhaft ist oder fehlt.
Lösung: Erdungsklemme der Pumpe und des Fasses prüfen und korrekt anschließen. Bei E-Motoren: Kohlenbürsten prüfen, da Funkenbildung zum Abschalten führt. Fließgeschwindigkeit reduzieren, um statische Aufladung zu vermeiden.

Das Nachtropfen nach dem Schließen der Zapfpistole ist meist auf verschmutzte oder verschlissene Dichtungen und das federbelastete Ventil zurückzuführen. Schmutzpartikel verhindern, dass das Ventil sauber schließt.
Lösung: Die Zapfpistole reinigen (besonders den Ventilbereich). Dichtungen und ggf. das gesamte Ventil ersetzen. Bei dünnflüssigen Medien kann der Restdruck im Schlauch ein leichtes Nachtropfen verursachen.

Der versehentliche Einsatz des falschen Mediums (z.B. Lösungsmittel statt Öl) führt oft zu Korrosion oder zum Quellen des Pumpenmaterials. Dies passiert durch Verwechslung der Pumpen, wenn diese nicht eindeutig gekennzeichnet sind.
Lösung: Pumpen und Rohre farblich oder durch Typenschilder kennzeichnen. Nach dem Pumpen das System immer mit dem korrekten Spülmedium reinigen. Materialbeständigkeit sofort prüfen.

Eine pulsierende Förderung bei Exzenterschneckenpumpen deutet auf einen unregelmäßigen Rotorlauf hin. Dies kann durch eine leichte Beschädigung des Rotors oder des Statorkörpers (z.B. Risse im Elastomer) verursacht werden. Auch Luftblasen im Medium können diesen Effekt hervorrufen.
Lösung: Pumpe entlüften. Rotor und Stator auf mechanische Beschädigungen prüfen und gegebenenfalls ersetzen.

Die chemische Inkompatibilität führt zur Zerstörung des Pumpenrohrs (Quellen, Versprödung). Ursache ist die Wahl des falschen Materials (z.B. die Verwendung einer PP-Pumpe für hochkonzentrierte Salpetersäure).
Lösung: Das Pumpwerk muss sofort durch eine Variante aus hochresistentem Material (z.B. PVDF oder Edelstahl V4A) ersetzt werden, die für das spezifische Medium zugelassen ist.

Wenn ein Restvolumen im IBC zurückbleibt, ist das Pumpenrohr zu kurz für die Tiefe des Containers. Bei manchen IBC-Bauformen verhindert der Pumpenfuß (durch seine Bauart) das Erreichen des Bodens.
Lösung: Die Länge des Pumpenrohres auf die IBC-Höhe prüfen (meist 1200 mm erforderlich). Ggf. eine Pumpe mit extra flachem Pumpenfuß verwenden, der speziell für die Restentleerung konzipiert wurde.

Laute Motorgeräusche sind ein Indikator für Lagerschäden im Elektromotor oder eine Unwucht der Pumpenwelle. Eine Überlastung durch ein zu zähes Medium kann ebenfalls zu stark erhöhten Betriebsgeräuschen führen.
Lösung: Motorlager prüfen und ersetzen. Pumpenwelle auf Schlag prüfen (Unwucht). Bei weiterem Betrieb droht ein Motorschaden.

Ein schneller Verschleiß der Pumpenwelle oder ihrer Lager wird durch unzureichende Zentrierung (Unwucht) oder chemisch aggressive Medien verursacht, die die Dichtungen und Lager angreifen. Trockenlauf ist ebenfalls eine häufige Ursache für übermäßige Reibung.
Lösung: Ausrichtung der Pumpe prüfen. Sicherstellen, dass das Medium für das Pumpenmaterial geeignet ist. Trockenlauf unbedingt vermeiden.

Ein hoher Luftverbrauch bei Druckluftmotoren deutet auf Verschleiß der Lamellen hin. Wenn die Lamellen abgenutzt sind, kann die Luft nicht mehr effizient in Bewegung umgesetzt werden, sondern entweicht ungenutzt.
Lösung: Die Lamellen des Druckluftmotors austauschen. Regelmäßige Wartung und Schmierung des Druckluftmotors verlängern die Lebensdauer der Lamellen.

Starke Schaumbildung beim Pumpen wird durch eine zu hohe Pumpengeschwindigkeit für das Medium verursacht. Die schnelle Bewegung des Laufrades schlägt Luft ein. Auch wenn die Pumpe Luft mit ansaugt (z.B. durch einen zu geringen Füllstand), entsteht Schaum.
Lösung: Die Drehzahl des Motors reduzieren (bei regelbaren Motoren). Den Füllstand im Fass prüfen.

Das Verkleben oder Verharzen der Pumpe tritt bei Medien auf, die bei Kontakt mit Luft aushärten (z.B. Lacke, Harze, Klebstoffe). Wenn die Pumpe nach dem Gebrauch nicht sofort und gründlich gereinigt wird, wird die Pumpenmechanik blockiert.
Lösung: Pumpe sofort nach Gebrauch mit einem geeigneten Spül- oder Lösungsmittel reinigen. Bei hartnäckiger Verharzung kann eine Demontage und manuelle Reinigung notwendig sein.