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SKF Schmierstoffgeber System 24

SKF System 24 SCHMIERSTOFFGEBER

Gas-, elektrisch- oder Batteriebetrieben. Nachfüllkartuschen und Fette, sowie Zubehör.

SKF System 24 Schmierstoffgeber sorgen dafür, dass einzelne Schmierstellen über längere Zeit zuverlässig und gleichmäßig mit Schmierstoff versorgt werden. Das ist vor allem dort sinnvoll, wo manuelle Nachschmierung Zeit kostet, Schmierintervalle im Wartungsalltag leicht untergehen oder eine konstante Schmierung wichtig für die Betriebssicherheit ist.


Was ist das SKF System 24?

SKF System 24 ist ein System für die automatische Einpunkt-Schmierung. Es wurde für Anwendungen entwickelt, bei denen einzelne Lager oder andere Schmierstellen kontinuierlich versorgt werden sollen. Typische Einsatzbereiche sind Wälzlager, Elektromotoren, Ventilatoren, Pumpen, Förderanlagen, Ketten und Führungen.

Der entscheidende Vorteil liegt nicht nur in der Automatisierung selbst, sondern in der planbaren und gleichmäßigen Schmierung. Gerade in der Instandhaltung ist das wichtig, wenn Schmierstellen schwer zugänglich sind, in laufenden Anlagen liegen oder regelmäßig über längere Zeit versorgt werden müssen.

In der Praxis zeigt sich immer wieder: Probleme entstehen an Schmierstellen oft nicht deshalb, weil gar nicht geschmiert wird, sondern weil zu selten, zu spät oder in der falschen Menge nachgeschmiert wird. Ein automatischer Schmierstoffgeber setzt genau hier an. Statt nur in größeren Abständen von Hand zu schmieren, gibt das System über Wochen oder Monate hinweg kleine, definierte Mengen Schmierstoff ab. Das unterstützt eine gleichmäßige Versorgung und kann helfen, Verschleiß, Wartungsaufwand und ungeplante Stillstände zu reduzieren.

Wie funktioniert das SKF System 24?

Ein automatischer Schmierstoffgeber fördert Schmierstoff über einen festgelegten Zeitraum direkt an eine Schmierstelle. Beim SKF System 24 geschieht das je nach Ausführung auf unterschiedliche Weise:

Gasgetriebene Ausführungen

Hier wird der erforderliche Druck durch eine elektrochemische Reaktion erzeugt. Das ist in vielen Standardanwendungen praktisch, weil die Lösung kompakt bleibt, autark arbeitet und ohne großen Bedienaufwand eingesetzt werden kann.

Elektromechanische Ausführungen

Hier übernimmt ein motorisch betriebenes System die Schmierstoffförderung. Diese Ausführungen sind besonders dann interessant, wenn der Schmierprozess genauer kontrolliert, besser geplant oder leichter überwacht werden soll.

Für die Auswahl ist dieser Unterschied wichtig: Während gasgetriebene Systeme oft durch Einfachheit überzeugen, bieten elektromechanische Varianten meist mehr Kontrolle und Transparenz.

Wann ist welche Variante sinnvoll?

Damit Sie auch den richtigen Schmierstoffgeber auswählen, sollten Sie vorher prüfen, welche Anforderungen Ihre Maschine hat.

Gasgetriebene Schmierstoffgeber

Gasgetriebene Varianten eignen sich besonders für Anwendungen, bei denen eine Schmierstelle zuverlässig versorgt werden soll und keine weitergehende Überwachung nötig ist. In vielen Standardfällen ist das eine wirtschaftliche und unkomplizierte Lösung.

Sie sind vor allem dann interessant, wenn:

  • die Schmierstelle klar definiert ist,
  • die Anwendung überschaubar bleibt,
  • eine einfache Handhabung gewünscht ist,
  • kein erhöhter Kontrollbedarf besteht.

Elektromechanische Schmierstoffgeber

Elektromechanische Varianten sind meist die bessere Wahl, wenn die Schmierstoffabgabe stärker kontrolliert oder in ein geplantes Wartungskonzept eingebunden werden soll. Das ist vor allem bei kritischeren Anwendungen sinnvoll, bei denen Ausfälle höhere Folgekosten verursachen.

Sie spielen ihre Stärken vor allem aus, wenn:

  • der Schmierstatus nachvollziehbar sein soll,
  • mehr Planbarkeit gefragt ist,
  • die Anwendung technisch anspruchsvoller ist,
  • eine kontrolliertere Abgabe wichtig ist.

Praxisbeispiele aus typischen Anwendungen

Damit die Auswahl greifbarer wird, helfen konkrete Einsatzsituationen aus dem Betriebsalltag.

Beispiel 1: Elektromotor mit schwer erreichbarer Lagerstelle

Bei Elektromotoren mit schlecht zugänglichen Lagern wird die manuelle Nachschmierung in der Praxis häufig hinausgeschoben oder nur bei Gelegenheit erledigt. Ein automatischer Schmierstoffgeber kann hier helfen, die Schmierung gleichmäßiger und planbarer umzusetzen.

Beispiel 2: Förderanlage mit regelmäßigen Schmierintervallen

Bei Förderanlagen gibt es oft klar wiederkehrende Schmieraufgaben. Werden diese im Alltag unterbrochen oder verschoben, steigt das Risiko von Auslassungen. Automatische Schmierung ist hier besonders sinnvoll, weil sie Routineaufgaben entlastet und die Versorgung der Schmierstelle konstant hält.

Worauf sollte man bei der Auswahl achten?

Nicht jeder automatische Schmierstoffgeber passt automatisch zu jeder Anwendung. In der Praxis sind vor allem diese Punkte entscheidend:

Laufzeit und Schmierintervall

Ein häufiger Auswahlfehler ist, dass die gewünschte Laufzeit nicht zur tatsächlich benötigten Schmierstoffmenge passt. Wird das Intervall zu lang gewählt, kann die Schmierstelle unterversorgt sein. Ist es zu kurz, steigt das Risiko einer Überversorgung.

Volumen des Schmierstoffgebers

Auch das Volumen muss zur Anwendung passen. Vor allem bei längeren Laufzeiten, größerem Schmierstoffbedarf oder ungünstiger Einbausituation sollte Volumen nicht isoliert betrachtet werden, sondern immer zusammen mit dem geplanten Intervall.

Einsatzumgebung

Temperatur, Verschmutzung, Feuchtigkeit und Einbaulage beeinflussen, welche Ausführung sinnvoll ist. Gerade in anspruchsvolleren Umgebungen lohnt sich eine genauere technische Vorauswahl.

Schmierstoff und Anwendung

Nicht nur der Schmierstoffgeber selbst, sondern auch der verwendete Schmierstoff muss zur Anwendung passen. Lagerart, Drehzahl, Last, Temperatur und Umgebung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Zubehör und Montage

In vielen Fällen wird zusätzliches Zubehör benötigt, etwa wenn der Schmierstoffgeber nicht direkt an der Schmierstelle montiert werden kann oder wenn die Einbausituation eine abgesetzte Lösung erfordert.

Wann sollte man genauer prüfen?

Eine genauere technische Auswahl ist besonders empfehlenswert, wenn:

  • die Temperaturen im Einsatz deutlich schwanken,
  • Zubehör oder längere Leitungen benötigt werden,
  • die Schmierstelle schwer zugänglich oder kritisch ist,
  • Ausfälle hohe Folgekosten verursachen,
  • die Schmierstoffauswahl nicht eindeutig ist.

Gerade in solchen Fällen lohnt es sich, Volumen, Laufzeit, Schmierstoff und Einbausituation gemeinsam zu betrachten, statt nur nach Gerätetyp zu entscheiden.

Typische Fehler bei der Auswahl

Bei der Umstellung von manueller auf automatische Schmierung wird häufig zuerst auf das Gerät selbst geschaut. In der Praxis entstehen Probleme aber meist an anderer Stelle. Typische Fehler sind:

  • ein unpassendes Schmierintervall
  • ein ungeeignetes Volumen
  • ein Schmierstoff, der nicht optimal zur Anwendung passt
  • fehlendes Zubehör für die tatsächliche Einbausituation
  • zu wenig Berücksichtigung von Temperatur und Umgebungsbedingungen

Genau deshalb ist eine technische Vorauswahl oft sinnvoller als eine reine Artikelauswahl nach Bezeichnung.

Welche Vorteile bietet SKF System 24?

SKF System 24 wird eingesetzt, um Schmierprozesse zuverlässiger und planbarer zu machen. Für viele Unternehmen ist das vor allem deshalb interessant, weil sich wiederkehrende Wartungsaufgaben reduzieren und Schmierstellen gleichmäßiger versorgt werden können.

Typische Vorteile sind:

  • kontinuierliche Schmierung über längere Zeiträume
  • weniger Aufwand für manuelle Nachschmierung
  • bessere Planbarkeit in der Instandhaltung
  • geringeres Risiko von Über- oder Unterschmierung
  • saubere Schmierstoffabgabe
  • gute Eignung für schwer zugängliche Schmierstellen

SKF System 24 bei Sinntec

Bei uns erhalten Sie SKF System 24 Schmierstoffgeber, passende Nachfüllsätze, Schmierstoffe und Zubehör für unterschiedliche Anwendungen in Industrie und Instandhaltung. Ob einfache Standardanwendung oder technisch anspruchsvollere Schmierstelle: Bei uns finden Sie die passenden Produkte für die automatische Einpunkt-Schmierung. Auf Wunsch unterstützen wir Sie auch bei der Auswahl der richtigen Ausführung, damit Laufzeit, Volumen, Schmierstoff und Einbausituation zusammenpassen.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen vorab

Ein Schmierstoffgeber ist ein System, das eine Schmierstelle automatisch über einen längeren Zeitraum mit kleinen Mengen Schmierstoff versorgt. Er ersetzt oder reduziert die manuelle Nachschmierung.

SKF System 24 gibt Schmierstoff automatisch und dosiert an eine einzelne Schmierstelle ab. Je nach Ausführung erfolgt die Förderung gasgetrieben oder elektromechanisch.

Gasgetriebene Varianten sind oft einfacher und gut für Standardanwendungen geeignet. Elektromechanische Varianten sind meist dann im Vorteil, wenn mehr Kontrolle, Statusübersicht und Planbarkeit gefragt sind.

Vor allem bei einfachen, klar definierten Schmierstellen ohne erhöhten Überwachungsbedarf. Er eignet sich häufig für klassische Standardanwendungen.

Wenn der Schmierprozess stärker kontrolliert werden soll, der Gerätestatus wichtig ist oder die Schmierung gezielt in ein Wartungskonzept eingebunden wird.

Typische Anwendungen sind Wälzlager, Elektromotoren, Pumpen, Ventilatoren, Förderanlagen, Ketten und weitere einzelne Schmierstellen an Maschinen und Anlagen.

Diese Punkte müssen zusammen zur Anwendung passen. Werden Laufzeit oder Volumen falsch gewählt oder ist der Schmierstoff nicht geeignet, kann die Schmierstelle unter- oder überversorgt werden.

Vor allem bei schwer zugänglichen Schmierstellen, regelmäßig wiederkehrenden Wartungsaufgaben und Anwendungen, bei denen eine gleichmäßige Schmierung für Verfügbarkeit und Lebensdauer wichtig ist.